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Erhebe Dich und sei FREI!
Metaphysische Anwendungsideen für die Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft zu

„Immerwährende Strafe“
für 25.– 31. Oktober 2021

 von Craig L. Ghislin, C.S.   Godfrey, IL
craig.ghislincs@icloud.com / (630) 830-8683; cell/text (630) 234-3987


Waren Sie schon einmal überfordert? Ich war es sicherlich. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich überfordert fühlt, wenn es so aussieht, als ob sich die Dinge außerhalb unserer Kontrolle befinden. Ob die Störung und der Kontrollverlust in unseren Körpern, Bankkonten, Jobs, Beziehungen, Nachbarschaften oder Nationen stattfindet, es gibt immer eine Sache, über die wir Kontrolle haben – unser Denken. Und das Beste ist, dass wir wissen können, dass es in der geistigen Wirklichkeit der Dinge keine Persönlichkeit oder Krise außerhalb von uns gibt, die die Macht hat, uns zu kontrollieren. Es gibt nur eine Ursache und einen Schöpfer, einen Kontrolleur – das ist Gott. Egal, wie unkontrolliert die Dinge dem sterblichen Sinn erscheinen, für den geistigen Sinn wissen wir, dass Gott alles regiert – Moment nach Moment, Tag für Tag, Jahr für Jahr, zu allen Zeiten. Tatsächlich gibt es für Gott keine Zeit, nur ein Jetzt, und alles ist gut in diesem Jetzt.

Eine andere Bedeutung des hebräischen Wortes für „überwältigt“ ist „zu bedecken“ oder „in Dunkelheit zu hüllen“. In einem solchen Zustand können wir sehen, warum der Psalmist im Goldenen Text (Psalm 61:1,2) Gott um Hilfe ruft. Aber braucht es eine Krise, damit wir uns Gott zuwenden? Der Theologe Adam Clarke (1760-1832) erklärt, dass der Psalm über das Ende einer langen und schmerzhaften Gefangenschaft geschrieben worden zu sein scheint. Er fährt fort: „Man kann anmerken, dass die Juden in ihren Bedrängnissen und Gefangenschaft immer frommer und Gott zugewandter waren als in ihrem eigenen Land, wo sie in Leichtigkeit und Wohlstand lebten.“ Er bemerkt, dass dies bei den meisten von uns der Fall ist. Er fragt: „Wie viele Herzen, die in Bedrängnis und Verfolgung von himmlischer Inbrunst erfüllt sind, sind unter den Strahlen der Sonne des Wohlstands kalt geworden?“

Vergessen Sie Gott, wenn bei Ihnen alles gut geht, und wenden Sie sich im Wesentlichen nur an Gott, wenn Sie in Schwierigkeiten geraten? Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Aber selbst wenn das der Fall ist, wenn wir uns überwältigt fühlen und kein Ende in Sicht ist, lehrt uns die Heilige Schrift, dass wir Frieden, Ermutigung und Heilung finden können, wenn wir erkennen, dass wir nicht auf Gott warten müssen – sondern, dass wir genau in diesem Moment tatsächlich in Gottes Gegenwart sind. Das Wechselseitige Lesen impliziert die ewige Gegenwart Gottes. Bevor es die Welt gab, ist Gott – er regiert für immer, für alle. Der Psalmist sagt uns, dass die Hinwendung zum Herrn der vollkommene Weg ist. Gott erhält, beschützt und bewahrt uns für immer. Gott ist ewig – das heißt außerhalb von der Zeit und davon unberührt. Seine tragenden Arme halten uns für immer.

Einer der Gründe, warum wir aufgefordert werden, zu beten, wenn es uns gut geht, obwohl es scheint, dass wir uns in dieser Zeit nicht an Gott wenden müssen, ist, dass wir umso besser vorbereitet sind, je mehr wir damit vertraut sind, Gottes Allheit anzuerkennen Wir werden den Herausforderungen durch Gebet begegnen, wenn sie auftauchen. Deshalb nennen wir es Praxis!!

 

ABSCHNITT 1: EIN „STRAFENDER GOTT“ IST NICHT LOGISCH.
Laut Albert Barnes (1798-1870) bedeutet der Name „Habakuk“ „starke Umarmung“. Barnes schreibt: „Das Wort in seiner intensiven Form wird sowohl für das Einhüllen der Seele durch Gott in Seine zärtliche, unterstützende Liebe als auch für das Festhalten des Menschen an der göttlichen Weisheit verwendet. Es passt zu dem Thema seiner Prophezeiung, dem Glauben, dem Festhalten an Gott inmitten der Verwirrung der Dinge, die man sieht.“ Angesichts des Kontexts sehen wir, dass die Aussage des Propheten, dass Gott „zu rein ist, um Böses mitanzusehen, und dem Elend nicht zusehen kann.“ (Zitat B1/Habakuk 1:12, 13) ein Zeichen seiner festen Überzeugung ist, dass Gott immer der Geber alles Guten war und immer sein wird, und dass Gott mit dem Bösen überhaupt nichts zu tun hat.

 Wir alle wissen jedoch, dass es sicherlich so aussehen kann, als ob unsere Probleme echt sind und sich anfühlen, als ob sie für immer andauern würden. Der Psalmist versichert uns, dass Gott unsere Seele nicht „in der Hölle“ lassen wird. Und darüber hinaus wird er uns nicht einmal erlauben, „Verderbnis zu sehen“ (Zit. B2/Ps 16:2, 10 – nach der englischen Bibel). Wir betrachten Verderbnis als Befleckung, aber laut Strong umfassen einige alternative hebräische Bedeutungen: Zerstörung, eine Falle, eine Grube oder das Grab. Dies spiegelt das Gefühl wider, das wir manchmal haben, wenn wir uns mitten in Krankheit oder Sünde befinden. Es kann sich sicherlich anfühlen, als wären wir in einer Grube gefangen. Peake‘s Kommentar zur Bibel sagt, dies sei ein „Psalm des Vertrauens, in dem alles andere dem Gedanken untergeordnet ist, dass das Leben in Gott das … höchste Gute ist“.

Egal wie schlimm die Dinge für den Psalmisten werden, er ist zuversichtlich, dass Gott uns nie im Stich lassen oder uns vergessen wird. Er freut sich über die Gewissheit, dass wir, selbst wenn wir ausrutschen, durch Gottes Barmherzigkeit emporgehoben werden (Zit. B3/Ps. 94:14, 18, 19).

In den ersten drei Zitaten aus Wissenschaft und Gesundheit erklärt Mary Baker Eddy logisch, dass es überhaupt keinen Sinn macht, zu glauben, dass ein allweiser, allliebender Gott uns befähigen könnte, Böses zu tun und uns dann dafür zu bestrafen (Zitate S1 -S3/356:25-27/ 230:12-18/ 357:1-5). Anstatt dass Gott einen solchen Betrug begeht, erklärt sie, dass es fleischliche Vorstellungen sind, die uns betrügen! (Zitat S4). Sie versichert uns, dass das Gesetz der Liebe uns schließlich zu der Erkenntnis führen wird, dass Gottes vollkommene Schöpfung „schließlich als die einzig wahre Auffassung des Seins erkannt wird“. (Zit. S6)

 

ABSCHNITT 2: GOTT WIRD ÜBERWINDEN.
Wie lange es dauern wird, bis Gottes vollkommene Schöpfung erkannt wird, weiß niemand. Die Bibel sagt uns, dass Gott „zertrümmern, zertrümmern, zertrümmern wird, bis der kommt, dem das Recht zusteht“ (Zit. B4/Hesekiel 21:32). Die New Revised Standard Version übersetzt diesen Vers mit „Eine Ruine, eine Ruine, eine Ruine –werde ich daraus machen!” Mit anderen Worten, die alte Denkweise wird vollständig durch die Wahrheit des Seins ersetzt – Gebot um Gebot … Zeile um Zeile … hier ein wenig und dort ein wenig“ (Zit. B6/Jesaja 28:10, 12).

Diese „nach und nach“ Unterrichtsform spielt auf die Art an, wie Kinder unterrichtet werden müssen. Es ist in gewisser Weise eine Beleidigung. In den vorherigen Versen werden die Menschen in betrunkener Stumpfheit dargestellt. Also müssen sie wie Kinder unterrichtet werden. Vers 11 (der nicht in der Lektion enthalten ist) in Verbindung mit dem ganzen Vers 12 macht das Zitat zu einem Verweis: „So wird dieses Volk Gott mit barbarischer Rede und fremder Zunge reden hören, dieses Volk, zu dem er sagte einmal: „Das ist wahre Ruhe; lasst die erschöpften Leute sich ausruhen. Das ist Ruhe‘, und sie weigerten sich, zuzuhören.“ Tatsächlich beklagt Jesaja das widerstehende Wesen der Menschen.

Es mag so aussehen, als ob diejenigen, die sich weigern, auf Gottes Gesetz zu hören, damit davonkommen und die Macht haben, Störungen und Schaden anzurichten. Böse Einflüsse können so tief verwurzelt erscheinen, dass es fast unmöglich ist, sie umzustürzen. Aber der Psalmist rät uns, uns weder darüber Sorgen zu machen, noch „neidisch“ zu sein. Ob der „Übeltäter“ eine Person oder eine Krankheit, eine Sünde, eine Pandemie oder ein repressives Regime zu sein scheint, wenn wir durchhalten, werden wir Gottes Güte siegreich sehen. Aber um dies zu bewerkstelligen, dürfen wir uns nicht weiterhin vom Bösen beeindrucken lassen. Wir müssen „unsere Wege dem Herrn anvertrauen“, wie es der Psalmist lehrt, und auf ihn vertrauen, und er „wird es wohl machen“ (Zit. B7/Ps. 37:1, 3, 5, 35-37). Die Konzentration auf die geistige Wirklichkeit wird uns schließlich ein friedvolles Ende mit Frieden bringen.

In unserem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft interpretiert die Autorin die „Zerstörung“ des Bösen durch das Leiden, das mit der Sünde einhergeht (Zit. S8/5:18). Sie gibt uns auch ein brillantes Beispiel dafür, wie sich das fleischliche Gemüt seiner Macht rühmt, im Gegensatz zur erhabenen Herrschaft von Geist (Zit. S9/252:8-10, 16-21 (nächste Seite)). Nehmen Sie sich die Zeit, diese Beschreibungen sorgfältig zu lesen. Das Böse meint, es könne ungestraft tun und lassen, was es will. Aber Gottes Mensch kann niemals vom Bösen getäuscht werden, und selbst wenn es so zu sein scheint, kann er „sofort [seinen] Kurs ändern und das Richtige tun“.

 

ABSCHNITT 3: GOTT MACHT DIE DINGE RICHTIG.
Oberflächlich betrachtet kann die Geschichte von Mirjam und Aaron, die für ihre Kritik an Moses bestraft wurden (Zit. B7/4.Mose. 12:1 (zu 🙂 2, 5-8, 10 (zu ;), 11, 13, 15) den Anschein erwecken, dass Gott uns für die Fehler bestraft, die wir wissentlich oder unwissentlich begehen. In der Geschichte bereut Aaron und bittet in Mirjams Namen, und daraufhin appelliert Moses auch an Gott für Mirjam. Was können wir daraus mitnehmen?

Schauen wir uns zuerst die Charaktere an. Miriam als Prophetin und Schwester des Moses stand an erster Stelle unter den Frauen Israels. Aaron, beider Bruder, war das kirchliche Oberhaupt der Nation. „Aber“, schreibt Barnes, „anstatt für diese hohen Würden dankbar zu sein, stellten sie die besondere Berufung von Moses und die exklusive Autorität, die Gott ihm zugewiesen hatte, in Frage. Miriam war die Anstifterin. [Das wissen wir] daher, dass ihr Name auffallend an erster Stelle steht und die Strafe allein auf sie fiel. …Aaron wurde diesmal durch das Drängen seiner Schwester in die Irre geführt, wie schon einmal von dem Drängen des „Volkes“, als er das goldene Kalb machte.

Nach meinem gegenwärtigen Empfinden handelt es sich bei dieser Geschichte nicht so sehr um die Strafe Gottes, sondern eher um eine warnende Geschichte, um sich davor zu hüten, dass Kritik, die unter anderem auf Eifersucht, Neid, Stolz, Bigotterie und Arroganz beruht, uns dahingehend blind macht, dass wir nicht erkennen können, was wirklich gut ist. Anstatt Gottes Strafe zu betonen, sollten wir erkennen, dass unsere eigene Sünde unser Urteilsvermögen verdunkelt und uns der Fähigkeit beraubt, den wahren Wert zu erkennen. Wenn wir von Sünde durchdrungen sind, fällt es uns sehr schwer, das Gute zu erkennen, selbst wenn es direkt vor uns liegt.

 

Ein weiterer Aspekt der Geschichte ist die Reaktion von Moses auf Miriams offensichtliche Bestrafung. Er hätte im Gegenzug beleidigt und selbstgerecht sein können, aber da er sanftmütig und in enger Gemeinschaft mit Gott war, hatte er eine barmherzigere Haltung. Daraus können wir also mehrere Lehren ziehen. Im Galaterbrief (Zit. B9/Gal. 6:1, 2) sehen wir eine christliche Reaktion auf Unrecht, die auf Demut, Verständnis und Barmherzigkeit. gründet.

Wissenschaft und Gesundheit unterstreicht die Distanz zwischen der animalischen menschlichen Natur und der christlichen Reaktion, selbst unsere Kritiker zu lieben und ihnen zu helfen, sich zu verbessern (Zit. S10/560:10-18). Es spiegelt auch die Botschaft wider, dass je tiefer wir in der Sünde sind, desto mehr Widerstand werden wir gegen die wahre Geistigkeit haben (Zit. S11/329:29). So sehr wir uns berechtigt fühlen mögen, auf das wahrgenommene Unrecht anderer hinzuweisen, das Endergebnis ist – unsere eigene Sünde verdeckt unsere Fähigkeit, das wahre Bild und das Gute in anderen zu sehen.

Wenn uns jemand schlecht oder ungerecht behandelt, fühlen wir uns vielleicht vollkommen berechtigt, es ihm „zu geben“, indem wir auf sein Unrecht hinweisen. Aber selbst, wenn wir das Gefühl haben, im Recht zu sein, tun wir besser daran, weise und verständnisvoll zu reagieren, mit dem Ziel, zu helfen, anstatt zu verurteilen (Zit. S13/444:16-19). Manchmal öffnet die Suche nach Sünde in anderen die Tür unseres eigenen Herzens für andere Übel, einschließlich Krankheit (Zit. S12/445:21). Wenn wir bei anderen Verbesserungen sehen wollen, müssen wir bei uns selbst beginnen (Zit. S14/248:29).

ABSCHNITT 4: DEN DRACHEN AUSTREIBEN
Historisch gesehen lehrt die christliche Theologie, dass Gott Sünde sowohl zulässt als auch bestraft. Wie wir gesehen haben, macht das, wenn man darüber nachdenkt, überhaupt keinen Sinn. Viele von denen, die Jesus nachfolgten, dachten, dass er als Messias der große Gleichmacher sein würde und Gottes Zorn über diejenigen bringen würde, die sich Israel widersetzen. Aber Jesus enttäuschte sie, als er sagte, er sei nicht gesandt worden, um die Welt zu verdammen, sondern um sie zu retten (Zit. B10/Johannes 3:16, 17). Er korrigierte auch ihren falschen Freiheitsbegriff. Freiheit entsteht nicht dadurch, dass man tut, was man will, jeder Laune folgt oder sich an seinen Feinden rächt, sondern die Wahrheit kennt (Zitat B11/Johannes 8:31, 32, 46 (bis 1.?).

Der Apostel Johannes wies darauf hin, dass diejenigen, die wirklich aus Gott geboren sind, nicht sündigen können (Zit. B12/1. Johannes 3:9) und dazu gehört auch Gewalt gegen seine Feinde, wie berechtigt sie auch erscheinen mag. Die Aussage, dass der geistliche, von Gott geschaffene Mensch zur Sünde unfähig ist, bedeutet jedoch nicht, dass wir einen Freigang zur Sünde bekommen, weil wir uns als geistlich einbilden. Wenn wir den Titel beanspruchen wollen, müssen wir das Leben leben, das damit einhergeht.

Was verurteilt uns als hoffnungslose Sünder? Neigen wir von Natur aus zur Sünde, wie es die traditionelle Theologie lehrt? Nein. In der Offenbarung enthüllt Johannes, dass der wahre Feind kein persönlicher Feind oder eine tief verwurzelte menschliche Neigung zur Sünde ist, sondern der große rote Drache – der bösartige Ankläger der gesamten Menschheit – der uns zu sündigen Sterblichen erklärt, die von Gott getrennt leben (Zit. B12/Offb. 12:9, 10).

In Wissenschaft und Gesundheit erklärt die Autorin den roten Drachen als Symbol für alle animalischen bösen Verhaltensweisen des sterblichen Menschen (Zit. S15/564:24-26). Wir sehen dieses animalische Element in allen möglichen würdelosen Verhaltensweisen. Der Mangel an Höflichkeit in der Gesellschaft und sogar in Organisationen und einigen Familien kann manchmal schockierend und unerklärlich erscheinen. Dieses böse Element, das behauptet, ein Teil des Menschen zu sein, wird durch die Kraft Christi zu nichts reduziert (Zit. S16/567:23-26). Der Messias kam tatsächlich, um die Sünde zu zerstören, aber diese Mission bestand darin, den Glauben an das Böse aller Art zu zerstören und dadurch den Menschen davor zu bewahren, Sünde, Krankheit und Tod zum Opfer zu fallen (Zit. S17/473:7-15).

Trotz unserer Herausforderungen brauchen wir die Sünde nie zu fürchten, weil sie eine Lüge über uns und andere ist. Gott hat sie nie geschaffen. Es ist ein Glaube, den Christus zerstört (Zit. S18/231:20). Ja, Versuchungen können zu uns kommen. Ja, wir können – sogar in diesem Moment – das Gefühl haben, tief in einer Grube des Bösen zu sein, aus der wir nicht herauskommen. Aber der Christus ist jetzt anwesend, um diesen Drachen auszutreiben und uns in die Freiheit zu erheben.

ABSCHNITT 5: WIEDER ANFANGEN
Von allen Menschen in der Bibel war Saulus vielleicht der unwahrscheinlichste Kandidat, ein Gefäß zu werden, um das Christentum in die Welt zu tragen. Er war im engeren Sinne „old school (im alten Denken verwurzelt. [Anm. des Übersetzers])“. Er versuchte unermüdlich, Christen für Blasphemie gegen jüdische Lehren zu bestrafen. Er glaubte, auf der richtigen Seite zu sein – das heißt, bis die Macht Christi ihn umwandelte (Zit. B14/Apg. 9:1-5,8, 10-12, 17, 18, 20).

Die Geschichte ist Christen so vertraut. Wenn Sie es nicht wissen, nehmen Sie direkt eine Bibel zur Hand und lesen Sie sie unbearbeitet direkt durch. Lassen Sie uns nur einige interessante Punkte berühren. Beachten Sie zunächst, dass Paulus glaubte, das Richtige zu tun, aber auf eine Weise aufgehalten wurde, die es unmöglich machte, dies zu ignorieren. Die Stimme, die er hörte, sagte ihm: „Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu löcken.“ In diesem Bild geht es nicht darum, einen Kaktus zu treten. Es spielt auf ein Gerät an, das „ein Ochsenstachel“ genannt wird, ein scharfes Stück Eisen, das in das Ende eines Stocks gesteckt wird, mit dem der Ochse angetrieben wird. Barnes fährt mit der Erklärung fort:

„Der Ausdruck ‚gegen den Stachel zu löcken‘ leitet sich von der Aktion eines hartnäckigen und unnachgiebigen Ochsen ab, der gegen den Stachel tritt. Und wie der Ochse niemanden verletzen würde, außer sich selbst; da er nichts gewinnen würde, bedeutet es eine hartnäckige und widerspenstige Haltung und Verhaltensweise, die sich der Autorität des Befehlsberechtigten widersetzt und sich den Führungen der Vorsehung widersetzt …“

Die Anwendung dieses Satzes auf Saulus ist offensichtlich, und so ist es mit allen, die vom Gehorsam gegenüber Gott abweichen. Anstatt dass Gott die Sünde bestraft, finden wir, dass das sündige Verhalten sich von Natur aus selbst bestraft.

Wie bereits erwähnt, macht uns jede Sünde einschließlich der Selbstgerechtigkeit blind für das Gute, auf das wir achten sollten. Saulus geht geblendet aus dieser Erfahrung hervor. Seine Augen müssen sowohl metaphorisch als auch physisch geöffnet werden. Als nächstes wird Saulus nach Damaskus geführt, um weitere Anweisungen zu erwarten. Beachten Sie, dass Saulus gezwungen war, sich auf andere zu verlassen, dass sie ihm helfen. Er war in einem sehr verletzlichen Zustand. Interessanterweise erscheint Gott auch einem Christen namens Hananias in einer Vision und befiehlt ihm, Saulus zu heilen. Hananias war sich des Rufs Saulus‘ bewusst und wollte nicht gehen. In diesem Sinne musste auch Ananias der Vision vertrauen.

Die menschliche Natur könnte ihn versucht haben, diese Gelegenheit zu nutzen, um Saul in seinem hilflosen Zustand zu töten. Aber anstatt die Gelegenheit zu nutzen, Saul zu schaden, gehorcht Hananias. Er nennt seinen ehemaligen Feind „Bruder“. Paulus empfängt den Heiligen Geist und die Schuppen fallen von seinen Augen. Paulus sieht jetzt klar und Hananias auch.

Während es wissenschaftliche Debatten über die Autorenschaft des Briefes an die Epheser gibt, verdeutlicht die Passage in dieser Lektion sicherlich die Breite und Bedeutung der Wandlung von Saulus zu Paulus (Zit. B14/Eph. 3:1, 2, 7, 8, 14-19).

Jemand, der dem Christentum so feindlich entgegengesetzt war wie Saulus, hätte definitiv eine vollständige Reform des geistigen Verständnisses und des Lebenszwecks durchmachen müssen. Unser Lehrbuch erklärt dieses Wunder der Liebe, das Paulus völlig veränderte und sein Leben weg von der Verfolgung von Christen hin zum Dienst am Christentum lenkte. Paulus erkannte, dass sein früherer Weg falsch war und nahm sofort Änderungen vor, um seine Fehler zu korrigieren. Er erlebte aus erster Hand die heilende und vergebende Kraft der göttlichen Liebe (Zit. S22/326:23). Hat er es verdient? Nicht wirklich. Hat er es verdient? Er schien nicht so zu denken. Aber sein Beispiel gibt uns allen Hoffnung, dass uns Transformation und Vergebung zur Verfügung stehen, egal wie weit wir davon entfernt zu sein scheinen, wenn wir beginnen.

Obwohl Paulus‘ anfängliche umwandelnde Erfahrung sehr schnell war und eine komplette Wende bewirkte, widmete er sich sein ganzes Leben lang diesem neuen Weg. Er gab zu, auf seinem Weg viele Fehler gemacht zu haben, und er litt unter vielen Schmerzen und Grausamkeiten als Folge seiner Entscheidung. Aber er empfand das als ein Nichts im Vergleich zu seiner Belohnung.

Wir zögern vielleicht, diese Umwandlung anzunehmen, weil wir denken, dass wir „zu weit weg“ sind und die Arbeit zu hart sein wird. Aber Paulus ließ seine Fehler der Vergangenheit los und lebte jeden Moment wie einen neuen Anfang. Er rief: „Jetzt ist die angenehme Zeit!“ (Zit. S24/39:18-22). Auch wir können jetzt Umwandlung erleben. Wir können aufhören, gegen die Stacheln zu lecken und unser Leben wieder auf Kurs bringen – Moment für Moment, Stunde um Stunde und Tag um Tag.

ABSCHNITT 6: WAHRE FREIHEITVor seiner Bekehrung dachte Saulus, er sei frei, obwohl er tatsächlich dem „Gesetz der Sünde und des Todes“ unterworfen war. Ein Zeitgenosse von Mary Baker Eddy, der schottische Geistliche Alexander MacLaren (1826-1910), erklärt dieses Paradox: „Sünde regiert mit eiserner Herrschaft; die Menschen gehorchen ihr verrückterweise, und selbst wenn sie sich für frei halten, stehen sie unter einer bitteren Tyrannei.“ Obwohl sich Paulus nach seiner Bekehrung als „Gefangener Christi“ bezeichnete, sagte er auch „das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“ (Zit. B16/Röm. 8: 1, 2). Paulus erkennt, dass wir durch menschliche Anstrengungen nicht von der Sünde befreit werden können. Wieder schreibt MacLaren:

„Kein bloßes äußeres Mittel wird ausreichen, um einen Geist zu befreien; keine rein intellektuellen Methoden werden helfen, die von der Sünde gefangenen Leidenschaften und Begierden freizusetzen … Nichts … als eine Gabe der Macht, die in uns zu einem bleibenden Einfluss wird und eine mächtigere Energie entwickelt, um die bösen Tendenzen einer sündigen Seele zu überwinden. … Nichts weniger als ein Geist des Lebens, schnell und kraftvoll, mit einer unsterblichen und intensiven Energie, wird helfen, der Not zu begegnen.“

Mary Baker Eddy lädt uns alle ein, von diesem Geist des Lebens Gebrauch zu machen. Egal wo wir sind oder was wir tun, sie lädt uns ein, „die ‚herrliche Freiheit der Kinder Gottes‘ anzunehmen und frei zu sein!“ (Zit. S25/227:24-25). Der Glaube der Welt mag überwältigend erscheinen, aber wo immer wir sind, wird der Christus uns zu dem Felsen führen, der höher ist, als wo wir jetzt sind. Der Christus wird uns von falschen menschlichen Eigenschaften, Kritik, Selbstgerechtigkeit, sündigen Begierden und kränklichen Gedanken reinigen. Im Vertrauen darauf, dass der Herr unser Hüter ist, werden wir unsere Zuflucht bei dem ewigen Gott finden und unsere Reise sicher in den immerwährenden Armen unserer Vater-Mutter-Liebe fortsetzen.

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