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„Lebe, um zu geben“ heißt Liebe leben

Gedanken zur Anwendung für die christlich-wissenschaftliche

Bibellektion über

Liebe

für die Woche vom 28. Juli – 3. August 2014

ausgearbeitet von

Craig L. Ghislin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett)  craig.ghislincs@icloud.com / +1(630) 830-8683

Die Worte des Goldenen Textes „Ich habe dich mit ewiger Liebe geliebt“ (nach der New King James Version) gehen lieblich in unser Denken ein und bringen augenblicklich ein hoffnungsvolles Gefühl. Sie sind Teil einer Weissagung, die dem Volk Israel galt als sie sich noch im Exil befanden. Der Abingdon Bible Commentary sagt, dass diese Worte Teil der Verheißung Gottes sind, „sein Volk wiederzugewinnen, das den Mut verloren hat, Ihn zu suchen.“ Adam Clarke sieht, das so, dass diese Worte für alle Gläubigen gelten – beispielhaft für ein Volk, „das auf ganz wunderbare Weise die Fürsorge und Gnade Gottes als stehenden Beweis der göttlichen Autorität der Heiligen Schrift …“ [zeigt]. Seine Ansicht gründet sich auf die Tatsache, dass die Kinder Israel tatsächlich mehr als einmal gerettet wurden und dass ihre Beziehung zu Gott eine solide Geschichte hat.

Ja, schließlich kehrten die Kinder Israel aus dem Exil zurück, aber sie waren noch mitten drin, sie hatten allen Grund entmutigt zu sein – so wie es uns auch manchmal geht. Die Heilige Schrift versichert, dass Gottes Liebe immer-während ist – sie gilt nicht nur für eine Zeit oder ein Volk. Sie existiert ewiglich und ohne Versagen und ohne Grenze.

Das Wechselseitige Lesen schließt an den Goldenen Text an. Im Exil und so, wie sie es empfanden, hatten die Kinder Israel eine Weile lang keine [sichtbaren] Beweise für Gottes Schutz. Der Prophet sagt, dass Gott sie immer geliebt hat und diese Liebe zeigen wird, wenn Er die Kinder Israel aus der Gefangenschaft führt.

Hast Du manchmal auch so ein Gefühl? Dass Du Gottes Gegenwart nicht so fühlst wie früher? Dass Du irgendwie vom Weg abgekommen bist, getrennt von Gottes Liebe und Schutz? Der Prophet sagte „jubelt … mit Freuden“ und erwartet die Erlösung. Er verspricht, dass Gott alle zurück bringen wird, gleich von wo oder unter welchen Umständen. Der Prophet sieht auch voraus, dass die Menschen aus dem Exil erfüllt von Reue über ihre Sünden zurückkehren werden. Das könnte auch für uns ein Hinweis sein, in welchem Umfang der Bereitschaft wir zu Gott zurückkehren müssen. Wenn wir uns von Ihm getrennt fühlen, so liegt das nicht an  Gott, dass Er sich abgewandt hätte, sondern an uns, weil wir uns abgewandt haben. Wir müssen unsere Fehler erkennen, um sie zu berichtigen. Wenn wir das tun, dann werden wir sehen, dass Gott uns auf Wegen schützt und führt, die alles für uns geben, was wir brauchen, um unseren Weg erfolgreich zu berichtigen und um zu gedeihen. Um uns davor zu bewahren, unseren Weg verschlungen und im Kreis zu gehen, gibt Er uns eine Richtung, in die wir geradeaus gehen können.

Der Prophet deutet an, dass jede denkbare Versorgung gegeben werden wird, wen die Erlösten „zur Güte des Herrn zusammenkommen werden“ (KJV) Der Hinweis auf das Getreide hat eine besondere Bedeutung für die Mitarbeiter des CedarS-Camps, denn sie werden oft als „der feinste Weizen“ bezeichnet. Der englische Baptistenprediger John Gills  aus dem 18. Jahrhundert weist daraufhin, dass „der feinste Weizen“ den nährenden Effekt der Bibel beinhaltet, im Gegensatz zum Unkraut falscher Lehren. Er bemerkt, dass es eine lange Tradition für den „feinen Weizen“ gibt, die vom Manna in der Wüste zum „Brot des Lebens“ des Christus reicht. Wir kommen zu Gott, und die Camper kommen zu CedarS um diese „feinsten Weizen“ zu bekommen. Intuitiv wissen wir, dass unsere wahre Nahrung sich im Suchen, Lauschen und Gehorchen gegen Gott findet. Der Nettoeffekt unserer Heimkehr zu Gott ist, dass sich unsere Sorgen in Freude verwandeln, und wo wir einmal entmutigt und niedergeschlagen waren, werden wir stattdessen getröstet und voller Freude sein, zufrieden mit allem Guten. Der Psalmist erinnert uns daran, dass Liebe ohne Unterschied arbeitet und niemand vergisst.

Abschnitt 1: Wir fangen immer mit Gott an.

Wodurch werden wir gut? Was bringt uns dazu, wenigstens zu versuchen gut zu werden? Was lässt uns lieben? Oder Liebe verlangen? Oder sie suchen? Ist das in uns vorgesehen als Teil des menschlichen Wesens? Das meinen einige, aber viele würden sagen, dass das Gegenteil wahr ist: dass der Mensch generell grob und unvernünftig ist, nur seine eigenen Interessen verfolgt. Die Theorie vom „Überleben der Stärksten“ gründet sich kaum auf ein angeborenes Verlangen nach Liebe und Güte. Die traditionellen Religionsanhänger mögen sagen, dass es darum  geht, dass die Religion die Menschen allgemein zu höheren Zielen und zu Selbstlosigkeit leiten soll, was den natürlichen Neigungen entgegengesetzt sei. Ganz allgemein zielt die Mehrheit der geistlichen Disziplinen – selbst die Vielgötterei und die angrenzende heidnische Theologie – darauf hin, die Menschheit zu verbessern und zu zivilisieren und dem Menschen etwas Besseres zu geben als es die scheinbar natürlichen eigennützigen Neigungen tun.

Die meisten Traditionen haben auch ihre Theorien, warum die Menschen so viel Hilfe brauchen, um sich besser zu benehmen als sie es gerade tun. Wiederum zeichnen die Geschichten von mangelnder natürlicher Güte und Liebe von einem allgemeinen Standpunkt ausgehend den Menschen so, als sei er ursprünglich natürlich gut gewesen, er habe aber dann entweder durch seinen eigenen sündhaften Ungehorsam oder er sei durch kosmische Täuschung in seinen gegenwärtigen Zustand der Schlechtigkeit gefallen. Propheten, geistliche Führer, Schamanen, Gurus und andere erleuchtete Menschen haben versucht, uns zu lehren, wie wir besser sein können.

Die Bibel macht es klar, dass menschliche Weisheit und Güte nicht vom Menschen kommen, sonder nur eine Ursache haben – Gott. „Aller menschlichen Liebe geht die Liebe Gottes voraus, der sie erzeugt.“ (Vincent‘s Word Studies) „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (B1) Jesajas Prophezeiung der Erneuerung (B2) ist ganz ähnlich, wie die des Jeremia. Wir gehören Gott und nicht uns selbst. Wir werden erlöst, weil wir Gott gehören und für Seine Herrlichkeit geschaffen wurden. Und wenn man mit seinem Namen gerufen wird, so heißt das, dass der Rufende weiß, wer man ist. Und wenn man mit eines anderen Namen gerufen wird, so heißt das, dass man in diese Verwandtschaft gehört; wenn also Gott uns mit Seinem Namen ruft, so bedeutet das eine familiäre Beziehung. Daher sind wir in Seiner Betrachtung geliebt und wertvoll. Unser Vater, unser Gott, macht uns vollkommen – in seinem Bild und Gleichnis (B3). Daraus folgt natürlich, dass das Bild das Original reflektiert. Der Paslmist wusste, wie wichtig es ist, mit Gott anzufangen und verfolgte Ziele, die über das Weltliche hinausgehen – wissend, dass er nicht ruhen würde, bis er in Gottes Gleichnis erwacht (B4).

Prinzip wird im The Student‘s Reference Dictionary so definiert: die Ursache, die Quelle oder der Ursprung von allem.“ Mary Baker Eddy definierte Liebe als das göttliche Prinzip, den Vater und die Mutter des Universums. (S1) Sie sagt auch, dass der Mensch im Gleichnis Gottes niemals von diesem Prinzip getrennt werden kann. (S2) Von Anfang an hat sie einen Standpunkt wie kein anderer vertreten. Sie verstand, dass der Mensch, der nicht in einer materiellen Evolution entstanden ist, sondern komplett und vollständig von Gott geschaffen wurde; und weiterhin, dass der Mensch niemals von seinem Gehorsam, vom seinem vollkommenen Prinzip abfallen oder getrennt werden kann. Sie schreibt, dass wenn wir das verstehen, in Seinem Gleichnis erwachen werden. (S3) Wie wir schon oft besprochen haben, erklärt Mrs. Eddy, dass die Menschen nur physische Wesen zu sein scheinen, weil sie die Liebe als waren Ursprung des Menschen nicht kennen. (S4) Sie kehren alles um, stellen sich Gott mehr als Menschen vor und die Menschen als Gott. Die Reflexion im Spiegel muss genau dem Original entsprechen. Wenn der Mensch Gottes Reflexion ist, dann muss er Seiner Schöpfung gleichen.

Abschnitt 2: Liebevolle Kommunion mit Gott.

Traditionell bedeutet das Niederknien Respekt und Hochachtung. Deshalb ruft uns der Psalmist auf, vor unserem Schöpfer zu knien. (B5) Im Wissen, dass wir von Gott geschaffen und geliebt sind, ist es natürlich, dass wir Ihn verehren und ehren. Es ist auch natürlich, dass wir mit unserem Schöpfer kommunizieren wollen, Ihm näher kommen wollen und Seine Liebe erfahren wollen. Damit fängt das Gebet an. Wir sehnen uns danach, mit Gott zu kommunizieren, und uns mit offenem und erwartungsvollen Herzen an Ihn zu wenden. Der Psalmist gibt uns ein Beispiel für ein demütiges Gebet, das Gott in vollkommenem Vertrauen um Führung bittet. (B6) Dieses Gebet ist kein Betteln und Wünschen; es ist ein verständnisvolles sich Hinwenden an die vertrauensvolle, bewährte Quelle alles Guten mit vollständiger Zuversicht.

Das Gebet des Jabez (B7) ist ein weiteres Beispiel für die höhere Form der Anrufung. Einige sagen, das Gebet des Herrn beruhe darauf. Hier bittet Jabez nicht um persönlichen Gewinn. Er versucht nicht Gott zu sagen, was er erwartet. Er sucht einfach nach einer höheren Bedeutung seiner Beziehung zu Gott. Gesegnet zu sein heißt einfach, glücklich von innen her, unabhängig von äußeren Umständen zu sein. Darum bittet Jabez. Das Verlangen „meine Grenze zu erweitern“ ist das Verlangen, seine Umgebung frei von Ablenkungen zu haben und zusammen mit denen zu leben, die ihn in seinem Verlangen nach Heiligkeit unterstützen. Er möchte frei von allem weltlichen Bösen sein und Gott nahe sein.

Vor einigen Wochen sprachen wir in der Lektion über Gott über die Wirksamkeit wirklich wissenschaftlichen Gebets, das sich fest an die Wirklichkeit der Dinge hält. Doch hier haben wir das Gefühl einer tief gehenden, verlangenden Bitte – „… das Verlangen, das hungernd nach Gerechtigkeit hinausgeht,“ das vom Vater gesegnet wird.“ (S6).Es ist klar, dass wir nicht höher steigen können, auch nicht weiter, als das Verständnis reicht, dass Gott Liebe ist (S7). Wenn man zu Gott als einer körperlichen Persönlichkeit betet statt Ihn als immer gegenwärtige Liebe zu verstehen – das ist nicht das gleiche wie eine ehrliche Bitte. Wenn wir meinen, wir müssten Gott an unsere Probleme erinnern, dann bedeutet das immer noch, dass wir Gott wie einen Menschen sehen, aber wenn sich unsere Bitten auf das Verständnis gründen, das Gott als „die unendliche unkörperlich Liebe“ sieht für die „alle Dinge möglich sind“, dann stehen wir auf festem Boden. In meinem Leben bin ich buchstäblich auf die Knie gegangen, als ich in sehr schwierigen Umständen steckte. Aber zumindest für mich hat das darauf hingewiesen, dass ich ganz und gar bereit war, von allen menschlichen Fragen und vorgefassten Meinungen loszulassen; und ich war für alles offen, was Gott mir zeigen würde. Das war kein Bitten, sondern ein tiefes und konzentriertes Lauschen.

In der Christlichen Wissenschaft erkennen wir, dass Gott immer da ist, verlässlich und in der Lage, unsere Nöte zu stillen. Mrs. Eddy gibt ein Beispiel für den Unterschied und die erhebende Wirkung, wenn man die menschliche Auffassung von Gott durch das Verständnis von Gott als göttliche Liebe ersetzt, wie sie es für den 23. Psalm darstellt. (S9) Wir müssen nicht die Liebe selber bitten, uns zu lieben. Wir müssen uns nur an sie wenden und die Arme öffnen.

Abschnitt 3: Nicht wankende Hingabe und der Schutz der Liebe.

Wenn wir Gott als Liebe verstehen, neigen wir dazu, unser Verständnis zu vertiefen und unsere Beziehung zu Gott zu verstärken. Weniger zu tun, wäre unehrlich. Der Psalmist war dieser Beziehung voll verpflichtet und suchte Gott bei jeder Gelegenheit. Wenn wir Gott näher kommen, reflektieren unsere Leben diese neue Position, und wir führen ein aufrechtes Leben (B8) Wir sind dann entschlossen, uns von nichts vom Weg abbringen zu lassen.

Viele Dinge allerdings versuchen uns vom Kurs abzubringen. Oft wird unsere Hingabe zu Gott von denen, die nicht von mit Gebet erfülltem Leben einhergehen, mit Eifersucht, Neid, Ungläubigkeit und sogar Hass betrachtet, und sie unternehmen alles Mögliche, um uns daran zu hindern. In dem Bericht von Daniel steht er vor der Möglichkeit, dass er wegen seiner Anbetung Gottes hingerichtet wird. Daniel stand im Ruf, dass er seine Aufgaben so gewissenhaft erfüllte, dass die einzige Möglichkeit seiner Feinde, ihm etwas anzuhängen darin bestand, ihn in eine Lage zu bringen, in der man ihn mit seiner Anbetung Gottes kompromittieren konnte. Meinst Du, dass Du in einer solchen Lage zu Deinem geistigen  Standpunkt stehen könntest? Albert Barnes schreibt diesbezüglich: „Es wäre gut, wenn der religiöse Charakter und die festen Gewohnheiten derer, die sich zur Religion bekennen so gut verstanden würden, dass es absolut sicher wäre, dass keine Anschuldigung gegen sie erlogen werden könnte noch ein anderer Grund, aber dass die Treue gegen ihre religiösen Prinzipien auf der Grundlage ihrer Handlungen kalkulierbar wären, gleich welche Konsequenzen das hätte.“ Mit andern Worten, es wäre gut wenn wir alle solche Hingabe zu Gott hätten, dass das einzige, was man uns vorwerfen könnte, ein Konflikt unserer Hingabe mit Gesetzen der Menschen wäre. Wie die Geschichte weitergeht, war Daniels Anbetung keine Last sondern ein Vorteil, das Gott Seinen Engel sandte, „der den Löwen den Rachen zugehalten hat“ und ihn gerettet hat.

Selten finden wir uns in einer so extremen Lage wie Daniel, aber es gibt Zeiten, in denen es keinen Ausweg aus einer scheinbar lebensbedrohlichen Lage gibt. Weden wir unter solchen Umständen versucht, mit unserem Glauben zu brechen? Oder bleiben wir wie Daniel bei unserer Hingabe an Gott und schreiten mit vollständigem Vertrauen vorwärts? Unsere Führerin sagt uns, dass genau der uns bedrohende Umstand sich in einen Triumph der Liebe verwandeln kann. (S10) Sie sagt uns, dass uns alles zum Guten gedeiht. Ob nun die mögliche Bedrohung ein Löwe, eine Zecke, ein Floh, ein Moskito, ein Virus, ein Keim oder ein Geschäft im Niedergang, abnehmende Mittel, feindliche Banditen oder jede andere vorstellbare Bedrohung ist, die Liebe Christi ist fähig uns zu retten – wie in der ganzen Geschichte (S11, S12). Gott hat alles geschaffen, was es gibt, und nichts, was Er gemacht hat, ist gefährlich für eine Seiner anderen Ideen. Liebe würde das nicht gestatten, und Liebe würde uns aus jeder Bedrohung, die etwas anders behauptet, befreien.

Abschnitt 4: Liebevolle Anweisung

Während die göttliche Liebe uns in allen Notlagen unterstützt, gibt es Zeiten, zu denen wir absichtlich aus dem Schutz der Liebe ausbrechen. Gewöhnlich passieren diese Umwege wenn wir nicht recht verstehen, was Glück ist, oder wenn wir aus Eigennutz handeln und uns weltlichen Dingen widmen statt uns an Gott zu wenden. Wieder mag die traditionelle Theologie behaupten, das Gott diejenigen bestraft, die abweichen, aber die Strafe und das Leid die mit der Sünde kommen, sind die Früchte der Sünde keine Erlässe Gottes. Liebe will, dass wir gerettet werden. Nach Barnes hat das Wort „Züchtigung“ nicht die Bedeutung einer Heimsuchung oder Strafe, eher „lehren; warnen; ermahnen.“ Die Instruktionen wecken uns aus der Sünde auf und bringen uns nach Hause zurück. Der Psalmist weiß, dass Gott denen helfen wird, die fallen.

Wir sind mit der Geschichte vom verlorenen Sohn vertraut. (B11) Der Sohn benimmt sich selbstsüchtig. Er verlässt den Schutz des zu Hauses und findet sich im Leid seiner Fehler wieder. Schließlich entscheidet er sich nach Hause zurückzukehren, als er nicht mehr tiefer fallen konnte. Es ist bemerkenswert, dass die Liebe des Vaters für ihm zu keinem Zeitpunkt darunter leidet – gleich, was vorfällt. Der Vater liebt ihn vom Anfang bis zum Ende und freut sich über sein Heimkommen. Der Vater fällt niemals aus der Rolle. Keinen Augenblick „reitet er darauf herum“ oder sagt, „hab ich dir doch gesagt“. Der Vater liebt ihn nur und erstattet ihm alles, was er aufgegeben hatte. Der Sohn hätte zu jeder Zeit seinen Kurs umkehren können; der Trost  der väterlichen Liebe war immer zur Hand. Hätte er das gewusst, hätte er es vermeiden können, an den falschen Plätzen nach Glück zu suchen, und auch die Konsequenzen vermieden. Der Christus ist immer zugegen, um uns von den Banden der Sünde zu befreien.

Unsere Führerin schreibt: „Es ist die Absicht der Liebe, den Sünder umzuwandeln.“ (S13) Die „heilsamen Zurechtweisungen der Liebe“ sind die Segnungen, die uns besser verstehen lassen, wer wir sind. (S14) Unser Lehrbuch sagt: „Sinnlichkeit ist nicht Seligkeit, sondern Knechtschaft.“ (S15) Das kommt gut in einem Film heraus, der gerade läuft: „Gott ist nicht tot“. Mehrere Menschen in diesem Film haben verschiedene Begründungen, sich gegen Gott zu wenden. Einer dieser Typen ist ein knallharte Geschäftsmann und eingefleischter Sünder und wendet sich gegen Gott, weil seine Mutter ihr Leben lang eine gute Christin gewesen ist aber immer noch an einer unheilbaren Krankheit leidet.Der Sohn besucht seine Mutter und lästert darüber, das ihre Güte ihr nicht weitergeholfen hat. Nach seinen Tiraden gegen Gott, sagt seine Mutter, die seit langer Zeit kein intelligentes Wort mehr herausgebracht hat, deutlich und klar, dass Sünde eine bequeme Gefängniszelle mit einer offenen Tür ist. Sie ist sehr komfortabel und man kann sie jederzeit verlassen, aber wenn man zu lange wartet, dann schließt sich die Tür und man sitzt in der Falle. Mrs. Eddy räumt ein, dass Sünde den Sterblichen Leiden verursacht, aber sie fügt hinzu, dass unsere Bemühungen frei zu werden, durch Christi kostbare Liebe erfolgreich sein werden, wenn wir uns entscheiden aufzuwachen. (S16)

Abschnitt 5: Liebe im Heim

In dem Bericht über den verlorenen Sohn war die Liebe des Vaters sowohl gegenüber seinem missratenem Sohn als auch gegenüber dem daheim Gebliebenen (von dem in dieser Lektion nicht die Rede ist) durchweg konsistent. Kein Zweifel, hätte die Geschichte in das häusliche Leben geführt, Vater und Mutter währen in ihrer Liebe zueinander genauso konsistent gewesen. Oft benehmen wir uns in der Öffentlichkeit recht gut aber lassen uns gehen, wenn wir nach Hause kommen und lassen gegenüber den Familienmitgliedern – insbesondere gegenüber den Ehepartnern – nicht die gleiche Höflichkeit walten, die wir anderen erweisen. In den Sprüchen finden wir einen weisen Rat in der Feststellung, dass es besser ist, ein bescheidenes Leben in einem von Liebe erfüllten Heim zu führen als Reichtümer in einem von Hass erfüllten Haus zu haben. (B13) Das Gebot des Petrus, „einander herzlich lieb zu haben aus reinem Herzen“, ist zwar an die Kirche gerichtet, aber es gilt genauso für das Heim. (B14)

Es hat einige Debatten über den ersten Korintherbrief gegeben, ob Paulus sich abfallend oder nicht über die Ehe gegenüber dem Einzeldasein geäußert hat, oder ob er die wirkliche Notwendigkeit für eine entsprechende Aufmerksamkeit für die  Familie trotz der Hingabe an Gott und die Kirche gemeint hat. Wir wollen konsistent sein – liebevoll gegenüber allen und unter allen Umständen von uns selbst etwas geben. Weder das Heim noch die Kirche sollte unter mangelnder Aufmerksamkeit leiden.

Die Eigenschaften, die im Kollosserbrief erwähnt werden (B16) beziehen sich auf alle Bereiche und sollten das Leben in Kirche und Heim bereichern. Der englische Ausdruck „bowels of mercies“ wird in der deutschen Lutherbibel sehr schön mit „herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, …“ übersetzt und meint auch Zartheit und Mitgefühl – beides wesentliche Eigenschaften für das Heilen, das noch im Abschnitt 7 besprochen werden wird. Beachtet auch die immer wiederkehrende Notwendigkeit der Vergebung, wie man sie im Abschnitt 4 sieht. Liebe ist das Band, das alles zusammenhält. Liebe trennt uns nicht von irgendwelchem Guten, doch sie verbindet unsere Tätigkeiten und Beziehungen in völliger Einheit. Der Schlüssel allerdings ist, Gott an erste Stelle zu setzen. Sich zu entschließen, immer zu Gott zu singen, lässt uns mit vollkommenen Herzen in unser Heim eingehen. (B17)

Die Liebe, die Gott ist, wird von uns in der Liebe, die wir zum Ausdruck bringen, reflektiert. (S17) Wie schon am Anfang der Lektion gesagt, hat alle Liebe ihren Ursprung in Gott. Aber selbstlose Liebe bereichert unseren Charakter und schafft die Bindungen, die nicht unterbrochen werden können. (S18) Manchmal gibt es Spannungen zwischen den Pflichten zu Hause und in der Kirche. Aber in diesem bemerkenswerten Satz erhalten wir von unserer Führerin eine Antwort: „Das Heim ist der liebste Fleck auf Erden, und es sollte der Mittelpunkt, jedoch nicht die Grenze der Herzensneigungen sein.“ (S19) Das ist es! Problem gelöst. Es lässt Raum und Zeit für jede rechte Tätigkeit. Nur Egoismus bringt Konflikte und Spannungen. Ob wir viel oder wenig haben – es ist die Fürsorglichkeit, die zählt. Mrs. Eddy war der Meinung, dass Verheirate ihre eigenen Interessen haben können, aber immer noch zusammenarbeiten und sich um die Bedürfnissen des anderen kümmern und die Liebe des Christus in jedem Bereich des Lebens ausdrücken können. (S20) Wir sollten tiefer schauen als die Augen sehen können, um wahres Glück zu finden. manchmal scheint es der menschlichen Natur zuwider zu sein, aber schon am Anfang der Lektion haben wir erkannt, dass Liebe der Schlüssel ist, der uns über die grobe tierische Natur des sterblichen Daseins erhebt. Liebe vergeistigt unser Motive und Ziele und bereichert uns, wendet uns nach außen und nach oben zu Gott. (S21)

Abschnitt 6: Wenn die Hoffnung verloren gegangen scheint

Liebe ist nicht nur etwas, das uns ein gutes Gefühl gibt, und uns zu einem harmonischen Leben verhilft. Liebe heilt. In unseren dunkelsten Stunden, wenn das Grab nach uns zu greifen scheint (B18) ist die göttliche Liebe da, um uns zu erlösen. Wenn wir mitten in großen Schwierigkeiten stecken, mag es scheinen, dass wir überwältigt sind und wenig Hoffnung haben. In einer solchen Situation steckte Hiob. Seine Freunde reagierten auf seine Umstände und boten verschiedene Denkmodelle zur Frage des Leidens; und doch hatten sie ein paar gute hoffnungsvolle Weisheiten, die es wert sind, betrachtet zu werden. Zophar versucht Hiob damit zu trösten, indem er ihm versichert, dass, wenn sein Leiden einmal vorbei ist, alles völlig vergessen sein wird, als ob es niemals passiert sei. (B19) Es wird wie die Dämmerung eines neuen Tages sein, der die Dunkelheit verscheucht.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sprechen, wenn ich sage, dass Gottes Gnade in der dunkelsten Stunde ausreichend ist, um uns zu erlösen. Wenn wir einmal kaum denken und für uns selbst beten können, dann ist die Liebe schon da. (B20)

In der Christlichen Wissenschaft ist die Hoffnung niemals verloren. Diese heilende Liebe können wir niemals in materiellen Mitteln finden. Aber wir haben die göttliche Erlaubnis und Vollmacht, jede Disharmonie mit Liebe zu besiegen (S22). In der Materie nach Erlösung von Krankheit zu suchen ist nicht erfolgreicher, als in der Sinnlichkeit Glück zu suchen. Wir mögen glauben, es eine Weile zu besitzen. Aber nur die Liebe kann unsere Bedürfnisse stillen. Wir können und sollten die Leidenden ermutigen, sich diese Kraft zu realisieren und deshalb Krankheit furchtlos entgegen zu treten. (S23) Das Versprechen des Psalmisten, dass Klage in Freude verkehrt wird, wird erfüllt, wenn wir der Liebe gestatten, die Kontrolle über den Körper zu übernehmen (S24). Die Vergegenwärtigung der heilenden Kraft der Liebe verjüngt und erneuert Glaube und Stärke. Es verändert unsere Ansichten, und wir stellen zusammen mit dem Psalmisten fest, dass unser einziges Ziel und unsere Zufriedenheit darin liegen, uns unseres wahren Gleichnisses als Gottes Idee bewusst zu werden. (S25)

Abschnitt 7: Die heilende Berührung durch die Liebe

Das deutlichste Bespiel für die heilende Kraft der göttlichen Liebe ist das beispiellose Heilen Jesu. Er wurde von Mitgefühl bewegt (B21) – aus seinem Innersten wollte er ihnen helfen. Dieses Christus gleiche Mitgefühl heilt. Ein besonderes Beispiel ist die Heilung des Aussätzigen. (B22) Wir haben dieses Beispiel schon oft in unserer Lektion gehabt und erfahren, dass es unterschiedliche Arten dieser Krankheit gab. Doch Lepra galt als hochgradig ansteckend, und die daran litten, durften nicht festgelegte Abstände zu anderen Menschen unterschreiten. Leprakranke galten als unrein und mussten ihre Anwesenheit mitteilen, um die anderen zu warnen, damit sie ihnen nicht zu nahe kamen. Der Mann hatte Jesus nicht gebeten, ihn zu berühren, nur, dass er rein werde. Doch Jesus reichte nach ihm und berührte ihn. Er brach alle sanitären Regeln und das rabbinische Gesetz. Das Wunder, das der Mann empfand, können wir nur ahnen.

Vor Jahren musste ich 10 Wochen in Quarantäne. Ich hatte mich selber für die Quarantäne entschieden, um nicht täglich in Gegenwart von Medizinern Medikamente zu schlucken, während sie entscheiden mussten, ob ich an einer ansteckenden Krankheit litt oder nicht. In meiner Situation durfte ich in unserem Haus keine Besucher empfangen, noch konnte ich ein öffentliches oder privates Gebäude betreten. Für mich war das ein kleiner Vorgeschmack für das, was dieser Mann erlebt haben mochte. Zugleich fühlte ich mich wie ein Gefangener oder Ausgestoßener. Nach diesen zehn Woche wurde mir mitgeteilt, dass alle Untersuchungsergebnisse negativ waren und ich mich wieder frei bewegen konnte. Ich kann euch sagen, wie viel Dankbarkeit und Liebe ich empfand als ich zu allen Orten und Menschen zurückkommen konnte, die ich so lange entbehrt hatte. Die Liebe, die ich empfand war gelegentlich überwältigend. Und wenn ich schon nach zehn Wochen Quarantäne so überwältigt war, so stellt euch bitte vor, wie sich wohl dieser Aussätzige nach vielleicht mehr als zehn Jahren fühlte! Und welche große Liebe hatte Jesus, um diese Heilung zu vollbringen!

Unser Lehrbuch sagt uns, dass die göttliche Liebe jede menschliche Not stillt (S26). In diesem Abschnitt erkennen wir, dass der Heiler diese Liebe fühlen muss, um den Patienten zu erreichen. Diese heilende Liebe manifestiert die „unendliche Fähigkeit des Geistes“. Es war Jesu Aufgabe, diese Liebe zu demonstrieren und ihre Kraft zu offenbaren (S27). Wir mögen meinen, dass wir diese Liebe in uns selber aufbringen müssen. Aber sie ist nicht wirklich ein Produkt menschlicher Bemühungen. Es geht darum, menschliches Bemühen aus dem Weg zu schaffen und die wahre Reflexion Gottes zu werden. Denke daran, wir lieben, weil Er uns liebt. Mrs. Eddy unterstreicht die Tatsache, dass „wenn Gott die Kranken nicht heilt, dann sind sie nicht geheilt“ (S28). Viele finden es schwer, das zu akzeptieren. Aber es stimmt trotzdem. Das ist keine Begrenzung. Es ist eine Befreiung, denn es bedeutet, dass alles geheilt werden kann, denn Gottes Liebe ist allmächtig, und nichts kann sie aufhalten.

Abschnitt 8: „Der Liebe universale Familie“

Natürlich müssen wir unsere Lektion über die Liebe mit der Wirkung der Liebe im weitesten Sinne schließen. Wie im Wechselseitigen Lesen und im ersten Abschnitt werden wir daran erinnert, dass Gottes Liebe jeden erreicht. (B23) Jede Nation soll dazu kommen, diese allmächtige, alles umfassende Liebe zu verstehen. Genau wie Kummer in Freude verwandelt wird, verwandelt Liebe Waffen in Werkzeuge, und dann gibt es keine Krieg mehr (B24). Das wiederkehrende Thema hier ist, dass der wirklich motivierende Faktor für alle Güte Gott ist, die göttliche Liebe. Ein selbstsüchtiges Tier, das für seine eigenen Interessen kämpft, ist nicht der Mensch Gottes, und wenn man das aber glaubt, gibt es niemals Frieden. „Alle stolzen Augen werden erniedrigt werden.“ (B24) Der Mensch, der zu Gottes Gleichnis erschaffen ist, reflektiert Selbstlosigkeit und Liebe.

„Die Bibel enthält das Rezept für alles Heilen,“ schreibt unsere Führerin (S29). Die einzige Antwort ist Liebe. Sie vergeistigt unsere Vorstellungen davon, wer und was wir sind und warum wir existieren – um zu lieben. (S30) Das CedarS-Camp Thema in diesem Sommer ist, „Lebe um zu lieben“. Das passiert auf natürliche Weise, wenn wir unsere persönlichen Geschmacksrichtungen, unser Verlangen und unsere Vorlieben ersetzen, indem wir uns Gott, unserem einzigen Gemüt ergeben. Das geschieht, wenn das sterblich Missverständnis von Gott mit menschlichen Zügen durch die Wahrheit ersetzt wird, dass Gott unsterbliche Wahrheit ist, unkörperliches Leben und ewige Liebe. Wenn wir die menschliche Vorstellung von Gott und von Persönlichkeit durch den göttlichen Sinn ersetzen, werden wir Ihm immer mehr auf natürliche Weisse gleichen (S31) Somit werden wir nichts mehr verlangen, als in dieser Liebe in der einen „universalen Familie“ zu leben. 

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