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Lebe das „wahre Ding“ und versage niemals!

Craig L. Ghislin, C.S., Glen Ellyn (Bartlett), IL

 

Lebe das „wahre Ding“ und versage niemals!

Anwendungsvorschläge für die christlich-wissenschaftliche Bibellektion

„Liebe“

in der Woche vom 28.Januar bis zum 3. Februar 2013

von

Craig L. Ghislin, C.S.

Glen Ellyn, Illinois (Bartlett)

craig.ghislincs@icloud.com / (630) 830-8683

 

 

 

„Die Liebe hört niemals auf“, heißt es im Goldenen Text (KJV: „Die Liebe versagt niemals.“) Warum versagt die Liebe niemals? Wie Albert Barnes, ein Theologe aus dem 19. Jahrhundert, erklärt, liegt das daran, dass sie immer für uns da ist, dass wir sie in jeder Situation üben können, dass sie allen Umständen angepasst werden kann, dass sie in jeder Umgebung nützlich ist, auch überall dort, wo wir uns  aufhalten. In seinem wunder­vollen Text im Brief an die Gemeinde in Korint vergleicht Paulus die Liebe mit den anderen Errungenschaften, die man zu der Zeit für besonders wertvoll hielt. Dabei erweist sich die Liebe als viel wertvoller als alles andere und kann bestehen, wenn alles andere versagt.

 

Diese Lektion hat viel mit Methode und Beweggrund zu tun. Es gibt keine bessere Methode oder Motivation als die Liebe. Sie hat die Fähigkeit, genau das zu liefern, was in irgendeinem Fall erforderlich ist.

 

 

Genau darum geht es auch in der Einleitung zum Wechselseitigen Lesen. Der SatzGnade sei mit euch und Friede“ umfasst die traditionellen Grüße der Griechen, Römer und Hebräer – also an alle, an die sich die Botschaft Paulus’ wendet. Nach den Kom­mentaren von Jamieson, Fausset und Brown zur ganzen Bibel (JFB) ist der griechische Gruß „chairein“ – (Freude), sehr nahe bei dem Wort „charis“ das wir mit „Gnade“ über­setzen. Der hebräische Gruß „Frieden“ schließt sowohl zeitliches wie geistliches Wohl­ergehen ein. Der römische Gruß lautete „Gesundheit“, und seine Bedeutung liegt zwischen Gnade und Frieden. Somit schließt der apostolische Gruß das alles mit ein. Hier praktiziert Paulus von Anfang an Liebe für seine Zuhörer. Dann bittet er, dass ihre Liebe ihre Kennt­nis der Lehre, ihre Urteilskraft und auch ihre geistige Wahrnehmung durchdringen möge. Das Praktizieren dieser Liebe wird sie befähigen, in den wichtigsten Dingen Exzellenz zu beweisen und Würdiges vom Unwürdigen zu unterscheiden. Diese Praxis wird aufrichtig sein – rein, ehrlich und überprüfbar.

 

In dem Schreiben mahnt Paulus: „Tut nichts aus Streitsucht oder um eitler Ehre willen“. Albert Barnes sagt zum „Streit“ in diesem Abschnitt: „Das Gebot verbietet alle Versuche, etwas durch rein physische Kraft über andere zu erreichen oder durch intellektuelle oder zahlenmäßige Überlegenheit über andere, oder durch finstere Pläne, die sich aus Riva­litäten ergeben oder durch Gehenlassen in wütenden Leidenschaften oder aus Ehrgeiz.“ Er fährt fort und sagt: „Wir sollen nicht versuchen, andere zu übertreffen oder ihnen unsere größere Begabung, unseren größeren Mut und Eifer zu zeigen. Was immer getan werden muss, muss durch das Prinzip getan werden und im Bestreben, die Wahrheit zu erhalten und Gott zu verherrlichen.“ Hinsichtlich „Eitelkeit“ schreibt Barnes, dass wir nichts tun sollten „im Bestreben, uns selbst zu ehren, Aufmerksamkeit zu erregen, Lob zu gewinnen, uns selber zu erheben oder an die Spitze zu stellen oder wichtig zu tun. Das Gebot ver­bietet auf feierliche Weise, dass wir irgend etwas mit so einem Ziel tun – ganz gleich ob es intellektuelle Errungenschaften oder zur körperlichen Stärke, musikalisches Geschick, Beredsamkeit  oder Gesang betrifft, die Kleidung oder Möbeln oder die Religion. Das Selbst sollte nicht im Vordergrund stehen; Selbstsucht sollte kein Motiv sein.“

 

Das Fazit ist, dass unsere Methode und unser Beweggrund immer die Liebe sein sollte. 

 

Abschnitt 1: Die Liebe Gottes ist All-umfassend.

Der erste Abschnitt gibt uns eine bessere Vorstellung davon, was es heißt, wenn man sagt, Gott ist Liebe. Manche Menschen fühlen sich getrennt von Gott oder sogar unwürdig, sich an Ihn zu wenden. Sie mögen sich fragen: „Bin ich jenseits der Liebe Gottes? Kann denn Gott jemand wie mich lieben?“ Die Bibel versucht, solche Bedenken zu beseitigen. Zunächst einmal ist Gott allmächtig, und nichts kann sich Ihm entgegenstellen. Er freut sich über uns in jeder Hinsicht. Mehrere Bibelkommentare bemerken, dass die Formu­lierung, „ruht in seiner Liebe“ (B1, KJV) darauf hin weist, dass Gott unsere Sünden nicht erwähnen wird, sie nicht vorbringen wird, sie nicht rügen und sich nicht an sie erinnern wird. JFB beschreibt sie als „die stille, ruhige Freude im Besitz des Gegenstandes Seiner Liebe – zu groß, um in Worten ausgedrückt zu werden.“ Doch in der nächsten Zeile kommt diese Freude voll im Lied zum Ausdruck. (B1) Im gleichen Sinn spricht der Psalmist von der Fülle der Barmherzigkeit Gottes. Es gibt keinen einzige Menschen, den Gott nicht willens oder bereit wäre zu segnen. Liebevoll kümmert Er sich um jeden wie eine Mutter, die sich um ihre Kinder bemüht. (B2) Wir können Gott vollständig vertrauen, und jeden Tag wollen wir mit den ersten Strahlen des Morgens Seine Liebe fühlen. Wir können in jener Liebe Zuflucht finden, was immer uns plagt. (B3) Barnes schreibt, dass es im Hebräischen eine Randbemerkung gibt, die mit „wie kostbar“ übersetzt wird (B4) und „wertvoll“ bedeutet. Viele denken zuerst an den armen Smeagol  im Herrn der Ringe von Tolkin, der seinen Ring der Macht seinen „kostbaren Schatz“ nennt. Er hielt diesen Ring für so wertvoll, dass er alle Mittel und Wege gehen und nutzen würde, um ihn zu erhalten und zu behalten. Nun, während er dabei von Selbstsucht besessen war, ist Gottes Liebe [im Gegensatz dazu] ganz und gar gebend und vergebend. Und doch kann keine irdische Inbrunst auch nur einen Schimmer von der Größe der Liebe Gottes zu Seinen Kindern vermitteln. Jeder von uns ist Gottes „Schatz“ – wir sind ein unschätzbarer Wert, und unser himmlische(r) Vater/Mutter hat absolute Freude an jedem von uns.

 

Die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft beschreibt Gott als uni­versale, ewige, unveränderliche göttliche Liebe (S1). Gott ist so viel mehr, als die her­kömmliche Auffassung, die Gott als wenig mehr als einen Super-Menschen betrachtet. Gott ist unendlich und und schließt alles ein, was existiert (S2). Wenn auch Gott oft mit menschlichen Begriffen beschrieben wird, ist Er doch erheblich mehr als das. Sie schreibt: „Keine Form noch physische Verbindung ist ausreichend, um die unendliche Liebe darzu­stellen.“ (S3) Wie auch der Psalmist, erkennt Mrs. Eddy Gottes Universalität und Vorur­teilslosigkeit wenn Er seine Schöpfung segnet. Sie weist darauf hin, dass eine körperliche, persönliche Betrachtung Gottes verhindert, dass wir die immer-gegenwärtigen Möglich­keiten der göttlichen Hilfe begreifen (S4). Man muss erkennen, dass die Tatsachen der Wissenschaft dem Zeugnis der Sinne überlegen sind, um die Wirklichkeit der Dinge zu begreifen. Dann werden wir sehen, dass die Liebe alles um uns herum zum Ausdruck bringt (S5).

 

Abschnitt 2: Liebe führt den Weg

Immer wenn man eine wichtige Aufgabe übernimmt, ist es weise, diese sorgfältig, im Gebet und nüchtern zu überlegen. Immer wenn man ein leeres Blatt Papier vor sich hat, das beschrieben werden muss, wenn man sich fragt, bei welcher Schule oder Arbeitsstelle man sich bewerben soll, wo man leben oder wen man heiraten möchte, ist es am sicher­sten, erst mal zu beten. Natürlich ist es auch ratsam, über kleine Dinge zu beten und tatsächlich über alles, was wir tun, zu beten, aber es ist besonders zweckmäßig, wenn es um große Dinge geht. Das liegt zum Teil daran, das wir bei höheren Zielen mehr dazu neigen zu zögern, weil wir uns vor einer falschen Entscheidung fürchten.

 

Die Kinder Israel hatten auf ihrem Weg reichlich Erfahrungen gesammelt, bei denen sie sich an Gott gewandt hatten, um Hilfe zu erhalten, und die Propheten haben sie oft daran erinnert (B5). Selbst als sie in die Irre gingen, war Gott immer da, um sie zurechtzuweisen. Eine der ständigen Verheißungen für die Kinder Israel, an die sie sich hielten, war, dass Gott „einen Engel“ senden werde, der ihnen den Weg zeigt (B6). Der Patriarch Abraham war mit einer großen Aufgabe betraut. Er sollte der Vater einer ganzen Nation werden. Isaak war der Sohn der Verheißung, und eine geeignete Frau für ihn zu finden, war die oberste Priorität. Wir könnten uns nun auf die historischen Einzelheiten diese Geschichte stürzen, aber lasst uns stattdessen über die Methode nachdenken, mit der er dieser Herausforderung begegnete.

 

Als er seinen Knecht beauftragte, eine geeignete Frau für seinen Sohn zu finden (B7), ließ er ihn schwören, dass er nicht bei den Kanaanitern suchen werde sondern bei seinem eigenen Stamm. Das war keine Ausländerfeindlichkeit. Es diente dazu, die Reinheit der Anbetung und die geistige Gesinnung für künftige Generationen zu erhalten. Er sorgte nicht nur für eine Familie oder politische Idee, er war dafür verantwortlich, dass die reine Beziehung zu Gott für eine Nation erhalten bleibt. Wenn wir nach der richtigen Richtung suchen, berücksichtigen wir dann die künftigen Folgen für das größere Gute? Oder denken wir nur kurzfristig und berücksichtigen lediglich persönliches Begehren? Dem Knecht wird versprochen, dass ein Engel ihn führen wird. (Wir werden uns gleich mit Engeln befassen.) Der Knecht betet tatsächlich und erhält genau die Anweisung für die richtige Richtung, die er benötigt, um die rechte Entscheidung zu treffen. Statt seinen eigenen Interessen zu folgen oder jemand zu beeinflussen oder ihm zu imponieren, betet der Knecht einfach und ehrlich und wird entsprechend belohnt. Adam Clark kommentiert das Verhalten des Knechts folgendermaßen: „Um die Verwirklichung eines guten Aus­gangs ohne die richtige Anwendung der Mittel zu erwarten, ist verwerflichste Schwärmerei; und anzunehmen, dass irgendetwas Gutes ohne den Segen oder die Gnade Gottes getan oder erreicht werden könnte, einzig durch den Gebrauch geeigneter Mittel, ist nicht weniger verwerflich.“ Mit andern Worten: gute Ergebnisse zu erwarten, ohne den Ge­brauch richtiger Mittel, ist unehrenhaft und beschämend. Und zu denken, mann könne ohne Gottes Führung etwas Gutes erreichen, ist genau so. Der Knecht handelte ehrbar und im Gehorsam gegen Gott. Er erhielt genau das Zeichen, um das er gebetet hatte und es gab keinen Zweifel, dass er die richtige Braut für Isaak gefunden hatte. Ein anderer bekannter Theologe aus dem 17. bis 18. Jahrhundert, weist darauf hin, dass der Knecht die Frau nicht in Vergnügungsstätten suchte, sondern an einer Quelle, wo er sie bei nützlicher Arbeit vorfand. Als er Rebekka gefunden hatte, blieb der Knecht bei seiner Verehrung Gottes und bei der Erfüllung der Wünsche Abrahams. Indem er für den schon erlebten Fortschritt dankt, ist er bereit, Isaak seine Braut zuzuführen.

 

Doch Rebekka wird nicht gezwungen, mit ihm zu gehen, man fragt sie, ob sie bereit sei, ihm zu folgen. Das ist auch eine Lehre für heutige Eltern und Kinder. Sie hat die Entschei­dung ihrer Familie geachtet und wusste, dass sie etwas für das größere Gute tat, aber die Familie hat sie nicht zu etwas gezwungen, was ihren natürlichen Neigungen widerspro­chen hätte. Es war eine gemeinsame Entscheidung, bei der jeder Betroffene offen für Gottes Führung war.

 

Und da ist nun Isaak zu Hause. Lief er unruhig hin und her, sich nervös zermürbend und fragend ob alles richtig ausgehen würde? Nein! Er befand sich meditierend im Gebet. Ruhig und gehorsam erwartete er, dass sich Gottes Plan entfaltet. Auch hier haben wir eine Einschätzung der Lage von Henry: „ Er (Isaak) ging hinaus, um einen ruhigen Abend zu nutzen, an einen einsamen Ort, um zu meditieren und zu beten; eine der Gelegen­heiten, bei der wir Gott und unsere eigenen Herzen miteinander verbinden. Heilige Seelen lieben die Zurückgezogenheit [Zeit für sich]; Es wird uns gut tun, oft allein zu sein, wenn es richtig angewendet wird. Und wir sind niemals allein, wenn wir für uns sind.“ (Ältere CedarS-Camper werden hier ihre „Solo-Zeit“ wiederfinden. Für viele von uns etwas Seltenes, doch etwas äußerst Nützliches um in die Nähe Gottes zu kommen.) Henrys Darstellung ist sicher spekulativ, gewiss aber ist sie eine genaue Beschreibung für die geeignete Feierlichkeit, in der man zu wirksamem Gebet kommt. Als Rebekka ankommt, behandelt Isaak sie nach allen Berichten mit Liebe und Respekt.

 

Gottes Verheißung im Jesaja (B8) enthält noch einmal die Worte: „Weil du in meinen Augen so wert geachtet und kostbar bist. …“ Hier sehn wir, dass jeder in dieser Geschich­te von der göttlichen Liebe umsorgt und versorgt wurde und dass jeder von ihnen wach­sam war und bereit, den Weisungen der Liebe zu folgen.

 

Das Lehrbuch weist darauf hin, dass Liebe führt, stärkt und erhebt. Es sagt uns, dass wir, wie Isaak, geduldig auf Gott warten müssen (6). Wie beruhigend ist es doch zu wissen, dass Gott immer Seinen heiligen Plan in vollkommener Ordnung entfaltet (S7). Keiner der Menschen in Isaaks Geschichte handelte nach menschlichen Willen, nach menschlicher Intuition oder durch mechanische Pflichterfüllung. Sie alle übten ihren geistigen Sinn, der sie befähigte, die richtige Entscheidung zu sehen (S8). Um unseren geistigen Sinn zu gebrauchen, müssen wir das materielle Sinneszeugnis zum Schweigen bringen. Dann fangen wir an, die richtige Richtung wahrzunehmen. Die geistigen Gedanken, die uns führen, sind unsere Engel. In den späten 80iger und frühen 90iger Jahren gab es eine Welle von Filmen und Büchern über Engel auf die eine oder andere Weise, wobei oft die Vorstellungen von Milton und Dante gebraucht wurden. Diese abergläubischen Ansichten haben die Denkweise der Menschen über Engel geformt. Aber Mrs. Eddy charakterisiert Engel als „reine Gedanken von Gott. Sie führen uns von selbstsüchtigen Überlegungen weg und zeigen uns die richtige Richtung (S9). Während einige glauben, dass die Möglich­keit wahrhaft göttlicher Richtungsweisung einer längst vergangenen Zeit angehört, behauptet unsere Führerin, dass die göttliche Liebe immer noch und auch weiterhin jede menschliche Not stillt (S10). Wenn Du also vor wichtigen Entscheidungen stehst oder auch vor kleinen Entscheidungen, dann nimm Dir die Zeit, um dich demütig an die göttliche Liebe zu wenden, um zu sehen, was zur Entfaltung bereit ist.

 

Abschnitt 3: Liebe regiert unser Handeln

Wir haben darüber gesprochen, wie man sich bei Entscheidungen leiten lässt und nun wollen wir uns damit befassen, wie wichtig es ist, dass Liebe unser Verhalten und Handeln regiert. Die King James Bibel (KJV) sagt: „Lass Liebe ungeheuchelt sein.“ – Mit anderen Worten: ohne Scheinheiligkeit – aufrichtig und ungeheuchelt. (Strong’s Exhaustive Concordance to the Bible). Wie die Amplified Bible sagt: „Lass deine Liebe etwas Wirk­liches sein!“ Isaak war immer der getreue Sohn und immer in ernsthaftem Gehorsam gegen Gott. Wir sehen das in seinem geduldigen Warten auf Rebekka – überlegt und freundlich gestimmt. Sein Gehorsam wurde auch belohnt. Isaak arbeitete erfolgreich, auch als das Land sich in einer Hungersnot befand. Er vertraute darauf, dass Gottes Verspre­chen galt und dass das Land Canaan sein Erbe war. Doch als er begann, Brunnen zu graben, begegnete er der Opposition der örtlichen Bevölkerung (B10). Doch darüber wurde er nicht selbstgerecht. Er zog einfach an einen anderen Ort. Adam Clark schreibt: „Niemals folgte jemand bedingungsloser als Isaak das göttliche Gebot, „dass ihr dem Bösen nicht widerstreben sollt.“ (Mt 5:39) Wo immer er merkte, dass sein Werk zu Streit ode Auseinandersetzungen führen würde wich er und erlitt lieber die Ungerechtigkeit, als dass er sich den eigenen Seelenfrieden nehmen ließ. So überwand er das Böse mit Gutem.“ Isaak war nicht feige oder schwächlich und behauptete nicht, dass es keine Probleme gibt. Er benannte jeder Quelle nach seiner Erfahrung und gab nicht nur jede strittige Quelle auf sondern auch die jeweilige falsche Annahme. Symbolisch nannte er die erste Esek, was Streitigkeit bedeutet. Die zweite nannte er Sitna oder Hass. Die letzte nannte er Rechobot oder „Raum“.

 

Isaak ist ein Vorbild für alle, die sich unverschuldet in einer feindlichen Umgebung befinden. Wenn Du dich jemals in einer solchen Situation befunden hast, dann weißt Du auch, wie leicht man meint, dass es gerechtfertigt sei zurück zu schlagen oder auszu­gleichen. Ein Grund dafür, dass er ruhig bleiben konnte, ist, dass er vollständig auf Gottes Versprechen vertraute, gleich welche Hindernisse ihm im Weg standen. Schließlich kamen diejenigen, die versucht hatten, ihn loszuwerden und machten mit ihm einen Pakt und gingen dann friedlich auseinander. Paulus’ Brief an die Kolosser kennzeichnet die Liebe als eine besondere christliche Tugend. Er nennt sie das „Band der Vollkommenheit“. JFB sagt, dass diese Bezeichnung auf das Obergewand deutet, das alles andere zusammen­hält. Ohne das ist die andere Kleidung „lose und zusammenhangslos“. Auf die gleiche Weise ist die Liebe das wesentliche Element, das alle anderen Tugenden zusammenhält.

 

Wissenschaft und Gesundheit  erklärt, dass die göttliche Liebe den Menschen regiert, und wenn man den Panzer der Liebe angezogen hat, dann kann einen Hass nicht erreichen (S11,12) Wenn wir versucht sind, auf Irrtum zu reagieren und zu vergelten, dann sollten wir gut daran denken, dass oft die Reaktion mehr beachtet wird als das ursprüngliche Vergehen. Im Oktober 1891 schrieb unsere Führerin an einen Schüler: „Niemals behandle das Böse wie es Dich behandelt!“ (Advice to Healers, Band 2, S. 11, erhältlich bei der Mary Baker Eddy Bibliothek). Unser Lehrbuch liefert uns eine eindrucksvolle Lösung – Die einzige Möglichkeit, den Irrtum loszuwerden ist,  „die Wahrheit mit Fluten der Liebe ein­strömen lassen.“ (S13) Das steht sicher im Gegensatz zu dem, wie die Welt handeln würde. Wenn wir unfairen, ungerechten oder feindlichen Umständen gegenüberstehen, fällt es oft schwer, den Segen darin zu sehen; aber es ist uns versprochen worden, das die Liebe uns da durchbringen wird. Je schwieriger die Lage, um so stärker sollte unsere Liebe sein. Das Lehrbuch weist darauf hin, dass das Erkennen des einen Gottes der Schlüssel dafür ist, dass wir unseren Nächsten lieben und die Goldene Regel erfüllen können. Tatsächlich ist die Liebe in der Lage, jede gesellschaftliche Ungerechtigkeit zu berichtigen, der wir begegnen. (S15) Nun, es ist ziemlich leicht, über Liebe zureden und zu theoretisieren, aber nur, sie zu leben, wird uns befähigen, sie vollständig zu verstehen. (S16) Die Quintessenz ist hier: „Keine Macht kann der göttlichen Liebe widerstehen.“ Ich würde erwarten, das ein jeder, der es in schwierigen Situationen mit der Liebe versucht hat, festgestellt hat, dass das stimmt. Wenn Du einer solchen Herausforderung gegen­überstehst, dann nimm Dir die Zeit und erinnere Dich daran, wie Du bei früheren Anwen­dungen den Unterschied erlebt hast. Vertraue der Verheißung, wie Isaak es getan hat, und halte den Kurs auf dem einzigen Weg zum Sieg!

 

Abschnitt 4: Liebe – Der einzige Antrieb beim Heilen

Ja, Lippenbekenntnisse sind schnell gemacht. Auch geben sie uns ein schönes Selbst­wertgefühl. Aber sie sind nichts wert, es sei denn, wir beweisen unsere Worte mit unserem Leben. Daher kommt die Ermahnung aus dem 1. Brief des Johannes (B12). Christus Jesus ist das herausragende Beispiel dafür, was es heißt, unsere Liebe zu leben. Sein Mitgefühl für die kämpfende Menschheit war grenzenlos. Die Geschichte von dem Aus­sätzigen, der zu ihm kam und um Heilung bat, (B15) ist den meisten von uns vertraut. Wir wissen, dass Lepra damals als höchst ansteckend galt, und die darunter litten, galten als Unberührbare. Jesu Berührung setzte nicht nur die Annahme der Ansteckung außer Kraft, sondern auch religiöse  und gesellschaftliche Tabus. Würdest Du unter ähnlichen Umstän­den genügend Liebe haben, um den Unberührbaren zu berühren? Paulus’ Anweisung an Timotheus (B16) fordert uns auf, Jesu Beispiel weiterzuführen. Paulus gibt uns eine Liste mit Ratschlägen für die Ausführung:

 

Wir sollen Beispiele sein …

            „im Wort“ – unser Lehren auf die reine Wahrheit Gottes beschränken,

            „in der Lebensführung“ – unser Verhalten in Übereinstimmung mit Heiligkeit halten,

            „in der Liebe“ – beide, Gott und Mensch zu lieben,

            „im Geist“ – eine heilige Gesinnung erhalten bei allem, was wir tun,

            „im Glauben“ – unsere Treue zur göttlichen Sache erhalten,

            „in der Reinheit“ – frei zu bleiben von allen sinnlichen Ablenkungen und Versuchungen.

(Frei nach Adam Clark)

Jede dieser Eigenschaften ist auf unsere heilende Praxis anwendbar.

 

Die Zitate aus Wissenschaft und Gesundheit in diesem Abschnitt sind wohl bekannt und werden oft wiederholt. Sie beschreiben Liebe als unseren wahren Antrieb, und betonen, dass diese gleiche Liebe Jesus die Vollmacht zum Heilen gab (S 18, 19). Und wir haben das Versprechen, dass das Erreichen unserer Patienten durch die göttliche Liebe die Macht hat, mit einem Besuch zu heilen (S20). Ohne tiefes Mitgefühl können wir nicht heilen. Das Wort Mitgefühl ist eine interessante Wortwahl. Es bedeutet ein „gemein­schaftliches Gefühl“, oder eine „Übereinstimmung der Liebe und der Neigungen“ (Student’s Reference Dictionary). Einige mögen das befremdlich finden. Schließlich sollen wir als Metaphysiker nicht von den Leiden und Leidensgeschichten beeindruckt sein, denen wir gegenüberstehen. Aber könnten das „Mitgefühl“, von dem Mrs. Eddy spricht, nicht den Gefühlen Jesu ähneln, die er hatte, als er „von Mitleid bewegt“ war (Mk 1: 41 u. Mk 6: 34)? Das Wort Mitgefühl, (im der engl. Lektion Sympathie) kommt von zwei griechischen Wörtern mit der Bedeutung „mit Leidenschaft“. Jesus war tief bewegt vom Zustand der vielen Menschen. Auch Mrs. Eddy hat gesagt, dass sie das Verlangen der Welt nach Heilung fühlte. Auch wenn wir so nicht von der scheinbaren äußersten Not einer Situation, der wir begegnen, beeindruckt sein wollen, sollten wir durch unsere Liebe zur Menschheit tief von dem Verlangen erfasst sein zu helfen und zu heilen. Mrs. Eddy sagt, dass wir wenn wir nicht diese Art von Liebe haben, nicht einmal „die unendliche Liebe“ erkennen werden, „die allein die hei?lende Kraft verleiht.“ (S21) All die Eigenschaften, die Paulus im ersten Brief an Timotheus  erwähnt, werden in unserem Lehrbuch als die wesentlichen Punkte für das Heilen wiederholt. Schließlich werden wir immer wieder daran erinnert, dass unsere Fähigkeit zum Heilen direkt vom Christus kommt und dass deshalb alles auf der Liebe beruht (S22).

 

Abschnitt 5: Ein Herz voll von Liebe

Jeremia sieht eine Zeit kommen, da wir nicht einfach äußerlichen Moralvorschriften folgen, sondern das Gesetz eine Kraft sein wird, die unseren Charakter von innen her hat (B17). Wir werden andere nicht mehr lehren müssen, weil jeder in sich ein angeborenes Gefühl von dem Gesetz der Liebe haben wird. Alle wahre Liebe kommt von Gott und zeigt, dass wir von Seinem Geist erfüllt sind. Je mehr wir den praktizieren, um so mehr spiegeln wir die heilende Kraft der Liebe wider (B18). Diese Liebe erneuert unsere Seele – buchstäblich bringt sie uns in die Fülle des Lebens (B19). Dann haben wir diese besondere Ermah­nung: „Seid still“. Auf diese Weise hat Abrahams Knecht Rebekka gefunden und so hat Isaak seinen Frieden mit den Nachbarn bewahrt. Es ist diese Zeit des „Alleinseins“, die dazu führt, alle menschlichen Frustrationen und Befürchtungen zu beruhigen. An diesem ruhigen Ort können wir unseren geistigen Sinn üben und erkennen, dass die göttliche Liebe und der Frieden immer bei uns sind (B22).

 

Wir können deutlich sagen, wann irgend eine Leistung – im Sport, im Theater oder bei der Musik – wirklich vom Herzen kommt und nicht aus einer mechanischen Übung. Das gleiche gilt für unsere Praxis der Liebe. Da „wirkliche Ding“ kommt sowohl aus einer Kraft von jenseits als auch aus uns selbst. Wir nehmen diese Liebe wahr und begreifen sie durch den geistigen Sinn*, und dieser Sinn kommt von der Liebe (S23-25). Der materielle Sinn der Dinge verbirgt die geistige Wirklichkeit. Aber der geistige Sinn* weiß, dass uns nichts von der Macht der Liebe trennen kann (S26). Wir müssen den materiellen Sinn ablegen und den Beispielen folgen, die Isaak und der Meister gegeben haben, eine deut­liche Treue den höchsten und heiligsten Zielen gegenüber bewahren und das Herz so mit Liebe füllen, dass es den Ruf der leidenden Menschheit empfindet und darauf antwortet (S27). Wir mögen mit dem Buchstaben der Christlichen Wissenschaft wohl vertraut sein, in der Lage sein, die Heilige Schrift und das Lehrbuch rückwärts und vorwärts zu zitieren, aber der wichtige Teil ist die Liebe (S28). Und beachte, dass sie hier ein fettgedrucktes L hat. Wir sprechen hier nicht über den begrenzten menschlichen Begriff von Liebe, sondern von einer tiefen transzendenten Kraft, die aus der göttlichen Liebe selbst ausstrahlt. Das ist die Liebe, die niemals versagt!

 

*[Warrens Anmerkung über den geistigen Sinn im Abschnitt 5: Der ganze „Zweck von CedarS ist, jedem Camper de Wert des geistigen Sinnes zu vermitteln und den Reichtum einer gesunden, freudigen Tätigkeit.]

 

[ Diese praktischen Ideen und Anregungen von Ausübern, die eng mit CedarS zusammenarbeiten, dienen in erster Linie den Campern und Mitarbeitern von CedarS (und ihren Freunden), um den großen Wert des täglichen Studiums und der Anwendung der christlich-wissenschaftlichen Wochenlektionen über das ganze Jahr zu erkennen – nicht nur im Camp! Du kannst Dich eintragen (www.cedarscamps.org/newsletters), um diese kostenlosen Ausarbeitungen per e-Mail zu erhalten – Montags in Englisch; oder jeden Mittwoch eine  kostenlose Übersetzung: Dank Helga und Manfred auf Deutsch, oder Dank Anna, Eric, Claudia und Patrizia auf Spanisch. Eine freiwillige französische Übersetzung durch Pascal oder Denis kann wegen ihrer starken anderweitigen Beschäftigung gegenwärtig nicht garantiert werden. Eine „offizielle“ wöchentliche portugiesische Übersetzungdurch die Mithilfe von Orlando Trentini   verfügbar.  Viel Freude wünscht Warren Huff, Leiter und Redakteur dieser CedarS-Notes, von dem auch Anmerkungen in eckigen Klammern in Kursivschrift stammen]

 

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