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Lerne in Liebe zu leben!

Ideen zur Anwendung auf die Bibellektion mit dem Thema

Liebe

in der Woche

29 Juli— 4 August, 2013

Von Craig L. Ghislin, C.S. Glen Ellyn, Illinois (Bartlett)

craig.ghislincs@icloud.com / (630) 830-8683

 

 

In seinen Erinnerungen berichtet William Rathvon, dass Mrs. Eddy ihn spät am Weihnachtstag 1909 an ihr Bett rief und fragte: „Wissen Sie, wie ich die Kranken heile?“ Er antwortete: „Durch Ihr Wissen von Gott.“ Sie sagte: „Das ist es nicht.“ „Was dann?“, fragte er. Sie antwortete „Durch Liebe.“ (We Knew Mary Baker Eddy Expanded Edition Volume II, S. 544) Viele Menschen, die Mrs. Eddy kannten, waren beeindruckt davon, wie allein ihre Anwesenheit Liebe auszustrahlen schien. Woher kommt solche Liebe? Sie kommt von Gott.

 

Der Goldene Text lautet: „Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.“ Einige Menschen legen das etwas freizügig aus: Wir lieben Gott wegen der Dinge, die Er uns gibt und die Er für uns tut. Klingt das nicht etwas eigennützig? Es nährt die Frage, ob wir Ihn noch lieben würden, wenn wir nicht so viel Gutes von Ihm erhielten. Andere verweisen auf Gottes Liebe zu uns, weil er seinen einzigen Sohn zu uns schickte, dass er leide, um uns von unserer Sünden zu erlösen. Aber es gibt auch diejenigen, die wie Mrs. Eddy begreifen, dass sich unsere ganze Fähigkeit zu lieben darauf gründet, dass Gott die Liebe selber ist. Als Ausdruck Gottes, der Liebe, müssen wir auch mit der Fähigkeit und der Kapazität zum Lieben ausgestattet sein. Je näher wir Gott im Verständnis sind, umso mehr begreifen wir unsere Einheit mit Ihm und, dass wir Seine Liebe reflektieren müssen, wenn wir Seine Kinder sein wollen.

 

In unserer heutigen Welt mag es eine harte Forderung sein, so zu leben, wie es Christus Jesus und auch Mrs. Eddy taten. Die weltliche Ansicht ist, dass Liebe etwas ist, das man sich verdient, und dass diejenigen, die sich schlecht verhalten und allgemein auch selber nicht liebevoll handeln, es nicht verdienen, von anderen geliebt zu werden. Das meiste, was wir Liebe nennen, dient dem Selbstzweck, denn es hängt davon ab, wie es erwidert wird. Wenn andere uns schlecht behandeln, ist unser erster Impuls nicht, sie zu lieben, sondern es geht dann meistens um eine Vergeltung. Meistens stellen wir unsere Interessen vor die anderer, wir kämpfen für unsere Rechte, und oft kümmert es uns nicht, wenn unser Handeln anderen Schwierigkeiten verursacht. Christus Jesus erlebte, wie sich dieses Denken gegen ihn wandte.

 

Das Wechselseitige Lesen stellt die allgemeine Regel auf, dass wir uns nicht gegen jene richten sollen, die uns schaden mögen. Jesus stimmt nicht dafür, dass wir uns mobben und passiv misshandeln lassen. Doch zeigt er uns einen Weg, auf dem wir mit Situationen fertigwerden, die über die allgemeinen Methoden der Vernunft und Gerechtigkeit hinausgehen. Er tritt für Geduld, Langmut, Freundlichkeit, Selbstlosigkeit, Wohltätigkeit, Gnade, Arglosigkeit und dergleichen ein. Alle diese Eigenschaften gehen aus der Liebe hervor.

 

Mrs. Eddy folgte den Lehren Jesu. Sie schreibt auf S. 11 der Vermischten Schriften in dem Artikel, Liebet eure Feinde: „Ich dachte früher, es sei gerecht genug, wenn ich mich an unser Staatsgesetz hielte; daß, wenn jemand auf mein Herz zielte und ich mein Leben retten könnte, indem ich zuerst feuerte und ihn tötete, dies richtig wäre. … Liebe läßt nicht menschliche Gerechtigkeit, sondern göttliche Barmherzigkeit zuteil werden. Würden wir, wenn angegriffen, eher unser Leben hingeben als es dadurch retten, daß wir in Übereinstimmung mit dem herrschenden Gesetz dem anderen das Leben nähmen? Wir müssen unseren Feinden in allem und durch alles die gleiche Liebe bezeugen wie unseren Freunden, müssen sogar versuchen, ihre Fehler nicht bloßzustellen, sondern ihnen Gutes zu tun, wenn immer sich eine Gelegenheit dazu bietet.“

 

Beachte: Unsere Führerin drängt uns zu aktiver Freundlichkeit gegenüber allen, die wir Feinde nennen. In der Bergpredigt legt Jesus den Standard für diese aktive Liebe fest. Er weist darauf hin, dass jeder die lieben kann, die nett zu ihm sind. Von den Christen aber wird erwartet, dass sie sich dafür verantwortlich fühlen, auch die zu lieben, die ihnen Schaden zufügen wollen.

Das Wechselseitige Lesen endet mit einem Aufruf an uns, „…vollkommen zu sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Das heißt nicht, dass wir vollkommene Sterbliche sind, die stolz darauf sind, heiliger als andere zu sein.

Vollkommen bedeutet: „vollständig, reif, ausgewachsen“. Für uns als reife Christen lautet das Ziel: Gott auf allen unseren Wegen zu reflektieren. Das schließt die Liebe für alle ein, konsequent in jeder Lage. Ganz sicher wird unsere Fähigkeit, das zu tun, regelmäßig im täglichen Leben auf die Probe gestellt. Niemand kann eine solche Liebe aus eigener Kraft erreichen. Wir müssen damit anfangen, Gott als Liebe zu verstehen. [s.a. Warrens Anmerkung am Ende]

 

Abschnitt 1: Unser Vater-Mutter, Liebe

Vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet gibt es kein besseres Symbol für Liebe als die Mutterliebe für ein Kind. Die Heilige Schrift braucht dieses Symbol sowohl für den Vater (B1) als auch für die Mutter (B3). Die Vaterschaft Gottes zeigt sich in Wachsamkeit, Fürsorge und Schutz, wie sie die Kinder Israel in ihrer ganzen Geschichte erlebt haben. Gottes Mutterschaft zeigt sich in dem liebevollen Trost, der sich in der Gegenwart Gottes und in der Einheit mit Gott zeigt. Für die Deutung des Satzes: „Sieh, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet“, gibt es verschiedene Deutungen. (B2) Was immer die genaue Bedeutung sein mag, die Absicht ist klar, wir sind unauslöschlich mit Gott verbunden. Es gibt keinen Augenblick, in dem wir von Ihm getrennt sein könnten oder, es gibt keinen Augenblick, in dem wir von Ihm getrennt oder vergessen sein könnten. Zu biblischen Zeiten und auch heute gibt es kein größeres Symbol für Liebe und Akzeptanz, als wenn jemand in eine Familie aufgenommen wird (B4) Bei einer normalen Adoption ist der Adoptierte kein natürliches Mitglied der Familie, und von einem traditionellen theologischen Standpunkt aus gesehen ist es schon bemerkenswert, dass Gott einfache, fehlerhafte Sterbliche als Sein eigen annehmen wird. Vom geistigen Standpunkt aus gesehen wissen wir, dass wir die vollständigen Familienrechte in unserem geistigen zu Hause genießen und dass wir wirklich Teil der Familie sind. Bei Gott zu sein, heißt in der Liebe zu sein. (B5) Wenn wir bewusst in der Liebe lebten, dann würden sich jede Korruption, alle Verbrechen, Leidenschaften, Neid, Hass und Krieg auflösen. Alle Eigenschaften, die in der Bergpredigt erwähnt werden, würden mühelos demonstriert werden.

Wissenschaft und Gesundheit beginnt oben auf dem Berg. „Gott ist Liebe“. Mehr können wir nicht erbitten, höher können wir nicht schauen und weiter können wir nicht gehen. (S1) Das traditionelle Christentum betrachtet Gott grundsätzlich als männlich, doch Mrs. Eddy betont die Mutterschaft Gottes (S2). Andere Weltreligionen haben feminine Gesichtspunkte Gottes betrachtet, doch das gewöhnlich im Zusammenhang mit vielen Göttern. In der Christlichen Wissenschaft ist Gott Einer, doch statt auf eine menschliche Idee beschränkt zu sein, wird Gott als Vater-Mutter betrachtet. (S3, S4) Wenn wir unser Konzept über begrenzte menschliche Vorstellungen erheben, machen wir einen großen Schritt zur Vergeistigung unserer Vorstellung von Gott. Die Bezeichnung Vater-Mutter gibt uns eine Vorstellung von der Zuwendung und Fürsorge Gottes. Mrs. Eddy verstand Gott als die einzige Gegenwart. Sie „taucht alles in Schönheit und Licht.“ (S5) Man berichtet, dass sie bei einer ihrer Kutschenausfahrten sagte: „Jedes Blatt an jedem Baum erklärt immerzu, dass Gott Liebe ist. (WKMBE, erweiterte Ausgabe, Band II, S. 541) Nehmt Euch ein paar Minuten, um darüber nachzudenken, was es heißt, in Liebe zu leben.

 

Abschnitt 2: Jede Not wird gestillt.

Gott beantwortet jeden Notruf. Der Theologe Albert Barnes weist darauf hin, dass „Wasser oft als Wahrzeichen der Versorgung der göttlichen Gnade“ verstanden wird. Die „Elenden und Armen“ beziehen sich hier auf die aus der Gefangenschaft zurückkehrenden Israeliten. Damit wird deutlich gemacht, dass Gott uns entsprechend unserer besonderen Bedürfnisse versorgt. (B6) Für Abraham mag es eine ziemlich harte Entscheidung gewesen sein, Hagar und Ismael mit einer begrenzten Versorgung in die Wüste zu schicken. (B7) Auch wenn es in dieser Lektion nicht vorkommt, Gott verspricht Abraham, dass alles gut werden wird.

Solche Segnungen klingen in der Theorie recht gut, doch in diesem Dilemma konnte Hagar es nicht ertragen zuzusehen, wie ihr Kind verdurstet. Die Geschichte berichtet, dass Gott die Stimme des Kindes hörte, und dann ein Engel zu Hagar kam, der sie zum Wasser führte.  [Schaut Euch eine Videodarstelung der Geschichte von „Hagar und Ismael an (avideo reenactment skit of "Hagar and Ishmael”).Ihr könnt auch ein in pdf fomartiertes Skript herunterladen, indem Ihr in der rechten ob eren Ecke der  CedarS current metaphysical webpage. Klickt. In diesem Sommer haben alle Gruppen bei CedarS im CedarS Camps Bible Lands Park die Gelegenheit, Geschichten aus den Bibellektionen als kleine Sketsche aufzuführen. Einige ausgewählte Videos erscheinen dann auf den Seiten von CedarS und auch auf den Web-Seiten von TMCYouth.com. Sra Romo hat die Skripte für diese Videos geschrieben]

Wir alle haben schon zu Zeiten erlebt, dass uns etwas fehlte. Ich habe mehrere Fälle erlebt, bei denen ich genau das erhielt, was ich brauchte, wenn ich mich von ganzem Herzen an die göttliche Liebe wandte. Unser Lehrbuch verspricht, dass die göttliche Liebe wirklich jede menschliche Not stillt. (S6) Manchmal sind wir nicht eher bereit, auf Gottes Engelsbotschaften zu lauschen, ehe wir am Ende unserer Künste sind. Manchmal ist das ein schwerer Weg, doch wenn wir aufhören, uns an der Materie zu orientieren und uns dann wirklich auf Gott verlassen, sind die „geistigen Intuitionen“ für uns da, um uns zu helfen. (S7) Mrs. Eddy definiert Engel als „Gottes Gedanken, die zum Menschen kommen.“ (S8) Manchmal sind diese Engelsbotschaften so deutlich, wie Stimmen neben uns im Raum, aber das Ergebnis ist ein Gefühl des vollständigen Friedens, des Verständnisses und des Vertrauens darauf, dass alles gut ist. Der Weg, den wir gehen müssen, wird dann deutlich vorgegeben.

In der Wissenschaft müssen wir Gott nicht bitten. Es ist natürlich, darauf zu vertrauen, dass Gott uns mit allem Notwendigen versorgt. (S9) Auch ist es gut zu wissen, dass wir nicht zu einer besonderen Klasse von Menschen gehören müssen oder zu einem Verein, um Gottes Güte zu erhalten. „Liebe ist unparteiisch und universal in ihrer Anwendbarkeit und in ihren Gaben.“(S10) [Der Vortragende Geith Plimmer hätte in den 1979iger Jahren gesagt:“Wenn wir bereit sind, von Liebe geführte Anpassungen zumachen, dann sind wir bereit die Gaben der Liebe zu empfangen.] Wir brauchen niemals daran zu zweifeln, dass wir unseren Anteil erhalten und niemals zu befürchten, dass wir übersehen werden. Wenn wir Gott als Liebe verstehen, werden wir in jeder Not auf ihn schauen und das niemals vergeblich.

 

Abschnitt 3: Mit Verantwortungsgefühl erhalten wir die Demut, die uns nach Hause führt.

Wie die Erfahrung zeigt, geraten wir oft, wie Hagar, in schwierige Situationen, die uns auferlegt wurden. Dann gibt es auch Zeiten, in denen wir wie der Verlorene Sohn (B10) durch unser eigenes Verhalten in eine unangenehme Lage geraten. Aus der Bibel erfahren wir, dass Gottes Liebe zu uns dadurch ausgedrückt wird, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt schickte, um uns zu erlösen. (B8) Selbst wenn wir wegen einiger Einzelheiten in dieser Feststellung nicht mit der Aussage der älteren Theologie übereinstimmen, ist es fraglos wahr, dass Jesus eine Pforte zur Erlösung für uns alle öffnete, ohne zu berücksichtigen, wie ungehorsam wir waren. Jesu Laufbahn war immer durch sein Mitgefühl für die ganze Menschheit bestimmt. (B9)

Die Geschichte vom verlorenen Sohn ist uns allen bekannt. Hier hat ein junger Mann eine sehr schlechte Entscheidung getroffen. Wir alle haben unsere Fehler gemacht, aber was Jesus hier beschreibt, ist äußerste Schlechtigkeit. Dieser Bursche war ganz und gar auf sich selbst ausgerichtet. Er wollte tun, was er wollte, und er war sehr ungeduldig. Nach dem Theologen Adam Clark war es nicht ungewöhnlich, dass Söhne ihr Erbe früh verlangten, und die Eltern hatten keine rechtliche Handhabe, ihnen das zu verweigern. Die rechtlichen Grundlagen für eine frühe Erbschaft sollten dazu dienen, die Kinder zu schützen, falls die Eltern sie misshandelten. Man konnte die Sache vor Gericht bringen, und „wenn sich herausstellte, dass der Vater unbescholten war und es keinen rechtmäßigen Anlass für eine Trennung von ihm gab … verhängte der Magistrat ein Bußgeld von 200 Meeresschnecken („puns of cowries“???).“ Aus diesem Grund also sammelte der Sohn alles so schnell zusammen. Er wusste, dass er nicht im Recht war, und er verließ die Stadt so schnell er konnte. Habt Ihr je gebangt, bei etwas erwischt zu werden, von dem ihr wusstet, dass es falsch war? Ohne die Geschichte noch einmal zu wiederholen, lasst uns über den Ablauf dieses Anschlags nachdenken. Dieser junge Mann dachte wohl, er sei ein Teufelskerl. Er hatte weder Geduld noch Dankbarkeit, um das Gute anzuerkennen, das er hatte, und so machte sich in seiner Launenhaftigkeit auf seinen eigenen Weg. Er verschwendet alles, was er hatte und geriet in einem fremden Land in eine Hungersnot. Immer noch war er nicht bereit, einen Fehler einzugestehen, und so hing er sich an einen Einheimischen für eine absolut unwürdige Arbeit, die noch dazu seinem Glauben widersprach. Nachdem er allem den Rücken zugekehrt hatte, wurde ihm klar, dass er nichts mehr besaß.

Nachdem er den Tiefpunkt erreicht hatte – das muss man ihm anrechnen –  wachte er auf und erkannte, dass er für seine Lage verantwortlich war. Und nun war er bereit, nach Hause zu gehen und die Konsequenzen zu tragen. Das ist ein Schlüsselelement in dieser Geschichte. Sind wir auch bereit, einen Fehler einzuräumen und die Verantwortung für unsere schlechte Entscheidung zu übernehmen? Er macht sich auf den Heimweg, ohne zu wissen, was ihn erwartet, aber bereit, als Tagelöhner zu dienen. In der Geschichte gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Vater das Leiden seines auf Abwege geratenen Sohnes genießen würde. Er läuft ihm sogar entgegen und gibt ihm einen Kuss. Dann beginnt der Sohn mit seinem Geständnis, er fühlt sich echt wertlos, aber sein Vater ergreift sofort alle Maßnahmen, um ihn wieder voll in seine Familienposition aufzunehmen, und er lädt zu einem Fest ein, um die Rückkehr des Sohns zu feiern.

Das ist sicher mehr, als man erwarten könnte. Und was will uns Jesus damit vermitteln? Das Lehrbuch fasst zusammen: „Es ist die Absicht der Liebe, den Sünder umzuwandeln.“ (S11) Man beachte, es ist nicht die Absicht der Liebe, uns zu bestrafen und über glühende Kohlen gehen zu lassen und uns ständig unsere Schlechtigkeit vorzuhalten. Es gibt eine völlige Umkehrung der Gegebenheiten entsprechend der Umkehrung unseres Denkens. Wenn wir die Verantwortung für unsere Lage übernehmen und unser Denken und Handeln berichtigen, dann ändern sich unsere Verhältnisse, um unseren neuen Lebensstil zu reflektieren.

Während sie vollständig verstand, dass Gott Liebe ist, hat Mary Baker Eddy auch den Wert „bitterer Erfahrungen“ geschätzt. (S12) Diese prüfenden Erfahrungen sind der Beweis der Liebe Gottes, denn sie wenden uns von der Sünde zum Himmel. Wenn wir zwischen Sünde und Reue hin und her schwanken, können wir nicht erwarten, sehr weit zu kommen. Gelegentlich wird unser Leiden extrem, bis wir die notwendigen Veränderungen vornehmen. (S13) Die Möglichkeit, von der Sünde erlöst zu werden, war für die Zuhörer Jesu eine revolutionäre Vorstellung. Und das gilt auch für uns. Die alte Theologie verdammt den Menschen. Er sei von Natur zur Sünde geneigt, und betont dann seine Unwürdigkeit. Aber Jesus lehrte, uns einfach von der Sünde abzuwenden, um den Christus und unser wahres Selbst zu finden. (S15) Das ist wirklich ein herrlicher Gedanke.

Wie heruntergekommen unsere Lage auch sein mag, unberührt davon, wie tief wir in Schwierigkeiten stecken, die göttliche Liebe wird schnell auf die ehrliche Veränderung des Herzens reagieren. Solltest Du also in einer solchen Lage stecken, komm zurück nach Hause.

 

Abschnitt 4: Selbstgerechtigkeit reicht einfach nicht

Nun wollen wir uns mit dem älteren Sohn beschäftigen, der zu Hause geblieben war. (B11) Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr, obwohl ihr lieber einen freieren Lebenswandel gehabt hättet, immer gehorsam geblieben wäret, und wenn dann jemand, von dem Ihr wusstet, dass er losgezogen ist, um ein wildes Leben zu führen, zurück kommt und mit offenen Armen empfangen wird, als sei nichts gewesen. Würdet Ihr Euch um ein gutes Leben betrogen fühlen? Würdet Ihr es dem verübeln, wenn er zurückkommt? Nach Robertson‘s World Pictures bekam der ältere Sohn einen Tobsuchtsanfall. In seiner Beschwerde beim Vater sagte er auch, dass er sich als Sklave des Vaters fühle. Ist es nicht interessant, dass der Jüngere, nachdem er alles verloren und gelitten hatte, bereit war, als Tagelöhner zu arbeiten und der Ältere, der daheim geblieben war, das als Sklaverei empfand? Das zeigt doch, dass der ältere Sohn wirklich nicht mit dem Herzen bei der Arbeit zu Hause war. Vielleicht hätte er frei von Verpflichtungen und auch von Selbstgerechtigkeit sein können, empört die ganze Zeit zu Hause seinen Ärger gegen den Bruder nährend. Diese Einstellung ist die der Pharisäer gegen die Sünder, die sich von Jesus angesprochen fühlten und die der Juden, die sich gegen die bekehrten Heiden wandten. Diese Einstellung kann sich auch heute einschleichen.

Der Meister drängt uns, gnädig zu sein und andere nicht zu verurteilen. (B12) Er warnt, dass wir so behandelt werden, wie wir auch andere behandeln. Zum Ende der Geschichte behandelt der Vater den älteren Sohn mit der gleichen Liebe, die er auch dem jüngeren Sohn gegenüber übt und erinnert ihn daran, dass ihm doch alles gehört, was der Vater hat.

Mrs. Eddy wusste, dass die Leute „heilig tun können“, ohne es zu fühlen. Sie sagt, dass unsere Gedanken durch unseren Lebenswandel betrogen werden (S16) Gleich, wie gut wir meinen, uns zu verhalten, jedes Einlassen in Neid, Hass, Bosheit und so weiter stiehlt „die Schätze der Wahrheit“ (S17). Sie sagt, dass „Eigenliebe … undurchsichtiger [sei] als ein fester Körper.“ (S18) Der menschliche Begriff vom Selbst ist unserem geistigen Wachstum und Glück ein Hindernis. Wie bei dem älteren Sohn sind unsere Leiden durch Neid und selbstgerechte Verärgerung „selbstbeigebrachte Wunden“. (S19) Wir müssen daran denken, dass wir nicht im Wettbewerb um Gottes Liebe stehen. Gott liebt alle gleich, und je mehr wir die menschliche Annahme von wetteifernden Persönlichkeiten überwinden, um so leichter wird es uns, alle zu lieben, selbst, wenn es so aussieht, als würden sie für etwas belohnt, das sie nicht verdienen. (S20) Ich war immer sehr ungehalten über nächtliche Partys in unserer Nachbarschaft. Als ich darüber betete, wurde mir klar, dass ich mein eigenes Denken heilen musste, einschließlich eines versteckten Neides, der auf der Behauptung beruhte, dass sie die Freiheit hatten, unreif zu reagieren, während von mit immer erwartet wurde, dass ich der gute Kumpel bin, der ihre Träume duldet. Während ich sie oberflächlich betrachtet nicht beneidete, folgte ich den Engelsgedanken, die mich dazu führten die Sache zu handhaben. Mir wurde klar, dass mir eigentlich nichts fehlte und dass ich sie nicht um ihr Glücksgefühl beneiden sollte, selbst wenn es für mich nicht so erleuchtend schien, wie es nach meiner Meinung sein sollte. Ich musste sie lieben. Ich hörte einfach auf zu urteilen und suchte „das eigene Gute in dem des anderen.“ (S21) Als Erstes wurde ich von meinen unruhigen Gefühlen geheilt, und ohne dass ich es zunächst bemerkte, verschwanden nach und nach alle diese Haushalte aus meiner Nachbarschaft. Ich weiß nicht, ob sie in ihrer neuen Umgebung Partys feierten, aber ich konnte darauf vertrauen, dass jeder gesegnet wurde.

 

Abschnitt 5: Mitgefühl für alle öffnet die Tür für die Heilung.

Die göttliche Liebe lässt keinen aus. Jeder, der Hilfe braucht, wird damit versorgt, selbst die Fremden! (B13) Wie es der ältere Sohn lernen musste, Gott hat keine Lieblinge. Jeder gehört zu Seiner Familie. Gott ist der Freund derer, die keine Freunde haben, ein Helfer für die Armen, ein Tröster für die Bekümmerten. Jesus hat die Fähigkeit zu heilen nicht für seine engsten Vertrauten reserviert. Freimütig gab er, wo immer er eine Not verspürte. (B14) Eine solche Not fand sich in der Stadt mit dem Namen Nain. Als er dort eintraf, begegnete ihm ein Trauerzug (B15). Diese Situation war besonders schlimm, denn die Mutter des Toten hatte niemand mehr, der sie versorgen konnte. Jesus begegnete dieser Not mit großer Hingabe und brachte den jungen Mann zurück ins Leben.

Wie schon gesagt, Jesus hat die Fähigkeit zum Heilen nicht nur für die gegeben, die er kannte. Er gab sie jedem, und er erwartete, dass alle seine Nachfolger seinem Beispiel folgen. (S22) „Durch die Größe seines menschlichen Lebens bewies er das göttliche Leben. Aus der Fülle seiner reinen Neigungen definierte er Liebe.“(S23) Mrs. Eddy verwendet hier die englischen Wörter „magnitude of his human life“ und „amplitude of his pure affection“. – Größe und Amplitude werden im Student‘s Reference Dictionary – eine Kurzfassung des Websters, den Mrs. Eddy verwendete -, als Ausmaß der Richtungen und der Größe definiert. Wir sehen, dass Jesu Leben nicht ein-dimensional war. Das gilt auch für seine Liebe zu den Menschen. In aller Größe und in alle Richtungen strömte sie hinaus. Mrs. Eddy lehrt uns, dass wir unsere Mitmenschen lieben müssen, um Heiler zu werden. (S24) Die Forderung, dass wir Heiler sein sollen, hat sie nicht als lockere Aufforderung verstanden. Sie sagt, dass wir angetreten sind, um für die Allheit Gottes einzutreten und unserer Treue durch Heilen zu beweisen. (S25) Lieben wir genug, um nicht nur die Christliche Wissenschaft zu verbreiten, sondern auch den Mantel des Heilens aufzunehmen? Wenn wir akzeptieren, dass wir in Gott leben, weben und sind, dann sollte das Heilen für uns etwas Natürliches sein. (S26)

 

Abschnitt 6: Eine Familie – untrennbar von Gott und dem Leben in Liebe.

Warum zögern wir, denen in Not Heilung anzubieten? Höchstwahrscheinlich aus Furcht. Wir haben Zweifel, dass unsere Bemühungen erfolgreich sein werden, und Furcht beruht auf Egoismus. Wir fragen uns, „Wie alt werden wir aussehen, wenn wir keinen Erfolg haben?“ Der Apostel Paulus nahm das Risiko auf sich. Er kehrte den Kurs seines Lebens mutig um und zog das Gewand des Heilens an. Er wusste, dass „denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ (B16) Er wusste, dass nichts – nicht ein einziger Gedanke im Gegensatz zur göttlichen Liebe – uns von der Liebe trennen kann, und dass wir schließlich jeden Feind besiegen werden.

Obwohl bezweifelt wird, dass Paulus der Verfasser des Briefes an die Epheser ist, enthält diese Stelle (B17) eine klare Botschaft -, es ist das Gebet, dass wir als eine Familie der Christen zusammenkommen und die Kraft der Liebe fühlen, die uns erlaubt, sie vollständig zum Ausdruck zu bringen. Wie schon zu Anfang gesagt, hat Mary Baker Eddy oft gesagt, dass Liebe der Schlüssel zu ihrer Heilarbeit ist, und sie ermutigt uns zur Teilnahme, dass auch wir die heilende Liebe demonstrieren.

Gibt es irgendjemand, der die Verheißung wahren Glücks unbeachtet lassen kann? Unsere Führerin verspricht uns, dass wahres Glück erreicht wird, wenn wir in Harmonie mit unserem göttlichen Prinzip der Liebe sind. (S27) Statt Mauern aus dogmatischen Debatten aufzubauen, Urteile zu verfestigen, die diejenigen, die meinen, dass sie verstehen, von denen trennen, die das nicht denken, unsere Mitmenschen und Kirchenmitglieder aus Selbstgerechtigkeit heraus beurteilen und unser heilendes Licht unter dem Scheffel verbergen, müssen wir einen Gott, eine Vater-Mutter Liebe über alles begreifen. Das wird uns zur Einheit im Glauben und im Handeln bringen. (S28) Wie die göttliche Liebe Paulus aus der Annahme des materiellen Sinnes erhob, und ihm die Immer-Gegenwart des Lebens und der Liebe öffnete, so können auch wir zur Vergegenwärtigung der heilenden Kraft der Liebe kommen. (S29) Die materielle Lüge ist niemals wirklich. Es ist lediglich unsere Unwissenheit, die die Wirklichkeit vor unseren Augen verbirgt. Der Student‘s Reference Dictionary definiert „Glaubenslehre“ (doctrine) als „Prinzip oder Position in jeder Wissenschaft; was immer ein Lehrer oder Meister als wahr festschreibt.“ Sowohl unsere oberste Lehrerin, Mary Baker Eddy, als auch unser Meister, Christus Jesus, sagen uns, was das für uns festgelegte Prizip  ist: Dass „die göttliche Liebe ihrer Manifestation oder ihres Gegenstandes nicht beraubt werden“ kann. Das heißt, dass Heilung stattfinden muss. Nichts kann sie aufhalten. Unsere Führerin sagt, indem sie mit vollkommener Klarheit und Konsequenz argumentiert, dass weil die göttliche Liebe unendlich ist, alles im Dasein „in und von Gott“ ist und „Seine Liebe [offenbart]“. (S30) Da haben wir es. So heilen wir. Auf diese Weise erklärt jedes Blättchen, dass Gott Liebe ist. Das ist keine menschliche Eigenschaft. Das ist die göttliche Wirklichkeit. Wenn wir uns gestatten, diese Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen, werden wir entdecken, dass wir in der Liebe leben.

 

[Warrens Abschlussbemerkung: Als ich meine erste Arbeitsstelle in einem Architektenbüro in Kansas City hatte, musste ich eine Lektion in Liebe lernen: Mein direkter Vorgesetzter, Joe, schien ziemlich neidisch zu sein, dass unser gemeinsamer Cheff übermäßig davon beeindruckt war, dass ich gerade mein Examen an der Princeton Universität gemacht hatte. Deshalb unternahm Joe alles, um mir das Leben schwer zumachen und um mich bei unserem gemeinsamen Arbeitgeber schlecht aussehen zu lassen. Das artete am 3. Tag dahin aus, dass er die Beschriftungen auf unseren gemeinamen Zeichnungen verschmierte und in die Ecke eines Zeichendreiecks ein Loch stanzte. (Damals gab es noch keine CAD-Programme) Auf dem Nach-Hause-Weg betete ich an dem Tag das tägliche Gebet und stutzte bei der Zeile „und alle Sünde aus mir entfernen“. – nicht alle Sünde aus Joe entfernen! (Handbuch 41) Ich dachte an Menschen in der Bibel, die ungerecht behandelt worden waren und wie sie darauf reagierten. Josef war von seinen neidischen Brüdern ineine Grube geworfen worden und in die Sklaverei verkauft worden. Später musste er durch Ungerechtigkeit ins Gefängnis. Aber er ließ sich nicht entmutigen, fand Möglichkeiten und Wege, allen um ihn herum zu dienen, und er vergab seinen Brüdern

Ein Teil der Definition Mrs. Eddys für Josef im Kapitel Glossar in  Wissenschaft und Gesundheit lautet: „reine Liebe, die ihre Feinde segnet.“ (589: 22) Ich dache auch an die ungerechte Behandlung Jesu und wie er im Garten von Getsemaneh darauf reagierte, indem er das verletzte Ohr eines der Knechte seines Gegners heilte, das von Petrus mit dem Schwert abgetrennt worden war. Und dann fand ich im Glossar Mrs. Eddys Definition von Getsehmaneh, insbesondere den Teil, wo es heißt: „Liebe, die keine Erwiderung findet, aber doch Liebe bleibt.“ (586: 24) Ich entschloss mich weiterzumachen, egal, was passierte. Ich wollte liebevoll bleiben. Alles, was ich tun konnte, als Joe am nächsten Tag wieder hässlich zu mir war, war lächeln. Als ich erfuhr, dass er ein Jubiläum hatte und dass er seine Brieftasche vergessen hatte und dass sein Auto in der Werkstatt war, bot ich ihm an, ihm Geld zu leihen und mein Auto zu benutzen, damit er ein Geschenk für seine Frau kaufen konnte. Von da an wurden wir gute Freunde und trafen uns nach der Arbeit zum Racket Ball und zum Wasserschi hinter seinem Boot. Joe kam sogar gerne mit zum christlich-wissenschaftlichen Vortrag. Ein weiteres Beispiel eines Campers von CedarS findet sich im Sentinelvon 13. Januar 2013:“ Mache die richtig Ansage: widerstehe dem Ärger“ von Britanny Duke.]

[Die oben wiedergegebenen Ideen zur Anwendung stammen von einem christlich-wissenschaftlichen Ausüber, der schon als Ausüber in Residence bei den CedarS-Camps gearbeitet hat. Sie sollen in erster Linie den CedaS-Campern und Mitarbeitern (und auch ihren Freunden) dazu dienen täglich den großen Wert des Studiums der Bibellektionen während des ganzen Jahres (und nicht nur im Camp) zu erfassen! Du kannst dich auch eintragen, um wöchentlich durch e-mails über diese Ausarbeitungen ehemaliger CedarS Mitarbeiter informiert zu werden, damit Du sie mit älteren und jüngeren Sonntagsschülern teilen kannst, indem Du den “subscribe now”  Button (unten links auf der Seite http://www.cedarscamps.org/metaphysical/ ) anklickst.

 

 

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