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Liebe ist selbst-existierend
Metaphysische Anwendungsideen für die Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft über

 „Gott die einzige Ursache und der einzige Schöpfer“
für 29. November bis 5. Dezember x 2021

von Christie C. Hanzlik, C.S.  •  Boulder, Colorado
ccern@mac.com • christiecs.com


Als eine abschließende Feststellung in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift ersetzt Mary Baker Eddy im 23. Psalm die Worte „Göttliche Liebe“ für „Herr“ und das Wort „Liebe“ für „Sein“. (SH 578: 5) Sie schreibt: „[Die Göttliche Liebe] ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. [Liebe] weidet mich auf einer grünen Aue; [Liebe] führt mich zum frischen Wasser.“ (SH 578:5–7) Sie macht diese Wortersetzungen, um uns zu helfen, den körperlichen (körperbezogenen) Sinn der Gottheit zu überwinden und den unkörperlichen oder geistigen Sinn der Gottheit zu begreifen. Mit anderen Worten, sie zeigte uns einen Weg, wie wir aufhören können, an Gott als anthropomorphe Person zu denken. (Mehr dazu siehe Verm. Schr. 16: 21-26; Grundz. 1: 10)

Ich fand es hilfreich, ihrem Beispiel zu folgen und an Gott als göttliche Liebe (oder eines der anderen Synonyme für Gott) zu denken, als ich diese Woche die Bibellektion der Christlichen Wissenschaft über „Gott, die einzige Ursache und der einzige Schöpfer“ las, damit ich mich von der Vorstellung befreien konnte, den Schöpfer als anthropomorphes Wesen anzusehen. Wenn wir uns dahintreiben lassen, uns Gott als ein menschenähnliches Wesen vorzustellen, das an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas erschaffen hat, dann verfehlen wir den Sinn der Lektion. Es gibt weder Ort noch Zeit als Ausgangspunkt für die Schöpfung. Um mich davon zu befreien, Gott als körperlich (einen in Ort und Zeit fixierten Körper) anzunehmen und die Schöpfung als eine Entfaltung unendlicher Vollständigkeit besser zu verstehen, lese ich alle Bibelverse und benutze dabei die sieben Synonymen, die Mary Baker Eddy für Gott auflistet – Liebe, Wahrheit, Gemüt, Seele, Geist, Leben und Prinzip.

Wenn wir diese Idee anwenden, könnten wir den Goldenen Text so lesen: „Die [Göttliche Liebe] hat alle Dinge aus [Liebe] gemacht.“ (Sprüche 16:4) oder „Das [Göttliches Gemüt] hat alles für [Gemüt] gemacht“ und so weiter mit den übrigen Synonymen.

Das Wechselseitige Lesen aus Jesaja und Psalmen bekam für mich eine ganz neue Bedeutung, als ich die Synonyme einsetzte. Dies erfordert etwas grammatikalische Kreativität, aber hier sind einige Beispiele…

„[Liebe hat] die Erde gemacht und [den Ausdruck der Liebe] darauf geschaffen: [Liebe], selbst der [Liebe] Hände haben den Himmel ausgebreitet, und ihrem ganzen Heer hat [Liebe] geboten.“ (Jesaja 45:12)

„Wendet euch zur [Wahrheit], und seid gerettet, aller Welt Enden; denn [Wahrheit ist Wahrheit], und sonst gibt es keine.“ (Jesaja 45:22)

„Dankt [dem Leben]; und predigt seinen Namen [des Lebens]: verkündet die Taten des [Lebens] unter den Menschen. Singt [von dem Leben], singt [dem Leben] Psalmen: redet von allen wundersamen Werken des [Lebens]. Rühmt seinen heiligen Namen [der Liebe]: Es freue sich Das Herz derer, die [Liebe] suchen. Sucht [Liebe] und die Stärke der [Liebe]: sucht das Angesicht der [Liebe] für immer.“ (Psalm 105: 1-5)


Abschnitt 1: „Selbst existent“ bedeutet kein Anfangspunkt oder Ursprungsort
Es mag offensichtlich klingen, aber nichts hat Gott verursacht oder erschaffen. Das Göttliche ist selbst-existent. Das Wort „selbstexistent“ ist eine Überlegung wert. Gott ist das selbstexistente Gute. Gott und die Schöpfung als selbstexistent zu verstehen, erfordert aus meiner Sicht die Überwindung der menschenähnlichen Sichtweise von Gott. Jedes der Synonyme ist selbstexistent. Liebe hatte nie einen Anfang. Sie ist selbst-existent. Wahrheit hatte nie einen Ausgangspunkt. Sie ist selbst-existent. Nichts verursachte den Beginn des göttlichen Lebens. Leben ist selbst-existent.

Das allwissende Gemüt weiß alles und hat immer alles gewusst, daher hat es nie einen einzigen Moment gegeben, in dem das allwissende Gemüt nicht schon alles gewusst hat. Das göttliche Gemüt ist „selbst-existent“ und „selbst-vollständig“, was bedeutet, dass das göttliche Gemüt existiert, ohne erschaffen worden zu sein und immer schon vollständig war.

Was wir als Zeit oder Ausgangspunkt der Existenz zu erleben scheinen, ist kein Thema für das allgegenwärtige Gemüt. Alles ist dem göttlichen Gemüt gleichzeitig und ewig bekannt, ohne Anfang und ohne Ende. Wir erleben die Entfaltung dessen, was das allwissende Gemüt jetzt und immer schon weiß. Weil das göttliche Gemüt unendlich ist – wie in unermesslich und grenzenlos – ist diese Entfaltung ewig. Wenn wir dies immer klarer verstehen, erleben wir diese Entfaltung mit immer mehr Harmonie. Es gibt kein anderes Gemüt als das göttliche Gemüt, das die einzige Ursache und der Schöpfer des Seins ist. Es gibt keine andere Ursache oder keinen anderen Schöpfer als das selbstexistente und göttliche Gemüt.

Das erste Gebot, wie es von Moses offenbart wurde, fasst den Gesichtspunkt der Allheit des göttlichen Gemüts aus der Sicht des göttlichen Gemüts zusammen: „Du sollst keine anderen [Gemüter] als das [göttlichen Gemüt] haben.“ (Zitat B1, 2. Mose 20:3) Wir können große Inspiration aus diesem Gebot schöpfen, wenn wir es als eine Verheißung an uns direkt von dem göttlichen Gemüt sehen.

Wie Mary Baker Eddy erklärt: „Die Heilige Schrift gibt zu verstehen, dass [das göttliche Gemüt] alles in allem ist. Daraus folgt, dass nichts Wirklichkeit oder Existenz besitzt außer dem göttlichen Gemüt und seinen Ideen … [Göttliches Gemüt] ist individuell, körperlos. [Göttliches Gemüt] ist das göttliche Prinzip, Liebe, die universelle Ursache, der einzige Schöpfer, und es gibt keine andere Selbstexistenz. [Göttliches Gemüt] ist allumfassend und spiegelt sich in allem wider, was wirklich und ewig ist, und in nichts anderem.“ (Zit. S2, 331: 11-13. 18-22) Darüber hinaus „erschafft [das Göttliche Gemüt] alle Formen der Wirklichkeit. Gedanken des [Göttlichen Gemüts] sind geistige Wirklichkeiten. Das sogenannte sterbliche Gemüt – das nicht existiert und folglich nicht im Bereich der unsterblichen Existenz liegt – könnte nicht durch Simulieren der göttlichen Macht die göttliche Schöpfung umkehren und danach Personen oder Dinge auf seiner eigenen Ebene neu erschaffen, da nichts außerhalb der Reichweite der allumfassenden Unendlichkeit existiert, in der und von der [göttliches Gemüt] der einzige Schöpfer ist.“ (Zitat S3, 513:27-6)

Es scheint für uns sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, die Unendlichkeit und Ewigkeit der Schöpfung vollständig zu begreifen. In letzter Zeit habe ich die folgende Metapher verwendet, um meine Gedanken für die Entfaltung der unendlichen Schöpfung zu öffnen: Es gibt Milliarden von Sternen im Universum … Sterne gehen für immer und ewig weiter, und doch ist jeder Stern individuell. Wenn wir uns bemühen würden, alle Sterne im Universum zu sehen, würden wir sie niemals alle sehen können, selbst wenn wir Milliarden von Jahren und Milliarden von Menschen sehen würden. Beachten Sie, dass es im Universum keinen zentralen Ort gibt … kein Zentrum und keine Grenze. Ebenso wenig gibt es auch keinen zeitlichen Start- oder Endpunkt. Während Astronomen über einen Anfang des Universums spekulieren, kann keiner sagen, was vor dem sogenannten Start geschah, und daher gibt es nur Theorien von Theorien über die Zeit vor der Zeit und den Raum vor dem Weltraum. Das Nachdenken über die Unendlichkeit und Ewigkeit der Sterne, die in materieller Hinsicht unermesslich sind, weist auf die Unendlichkeit und Ewigkeit des göttlichen Gemüts hin. Und doch ist dieses Beispiel immer noch nur eine begrenzte Ansicht von allem, was die Allheit der Göttlichkeit umfasst.

 

Bei dieser Metapher ist noch zu bedenken, dass wir für diese neue Sichtweise dankbar und nicht streng mit uns selbst wären, wenn wir danach strebten, immer mehr Sterne zu finden, und wir auf eine neue Konstellation stoßen würden, die wir noch nie zuvor gesehen hatten, weil wir es vorher nicht wussten. In ähnlicher Weise können wir, wenn wir immer mehr über das göttliche Gemüt und die sich entfaltende Schöpfung des Gemütes lernen, für die neue Einsicht dankbar sein, ohne streng gegen uns selbst zu sein, weil wir es vorher nicht wussten. Aufgrund der göttlich-wissenschaftlichen Tatsache, dass die Schöpfung des Gemüts unendlich ist, wird es immer mehr und mehr über die göttliche Schöpfung zu lernen geben. Die Unendlichkeit des Gemüts ist großartig, und wir sollten immer Dankbarkeit für jede neue entdeckte Idee empfinden.

 

ABSCHNITT 2: Die begrenzten Sinne können die unendliche Schöpfung nicht erfassen

 

Aus meiner Sicht erklärt Abschnitt zwei, dass die begrenzten Sinne nicht in der Lage sind, die unendliche Schöpfung wahrzunehmen oder zu verstehen. Die eingeschränkten Sinne – wie falsche Götzen – versagen auf Schritt und Tritt. Die begrenzten Sinne können sich die göttliche Selbstexistenz nicht vorstellen. Die begrenzten Sinne können den Begriff der Unendlichkeit und Ewigkeit nicht erfassen. Die eingeschränkten Sinne verleiten uns dazu, die Schöpfung als Ausgangspunkt zu betrachten und uns selbst als Urheber oder Schöpfer vorzustellen. Aber wir sind nie die Quelle der Schöpfung. Wir sind der Ausfluss der göttlichen Schöpfung.

 

Wenn ich ein metaphysisches Konzept besser verstehen muss, wende ich mich oft den drei Graden zu, die Mary Baker Eddy auf den Seiten 115-116 in Wissenschaft und Gesundheit skizziert. Wenn wir die Grade auf das Konzept der „Schöpfung“ anwenden, könnte es in etwa so aussehen…

 

  1. Grad (physisch): ein begrenztes Gefühl der Schöpfung, das fehlbar, unvollständig und verschwommen ist. Stolz, Einbildung, falsche Verantwortung. Diese eingeschränkte Sichtweise schließt den falschen Glauben ein, dass der Mensch der Urheber der Dinge ist; und besteht aus substanzlosen Objekten/Gedanken; unvollständig, unvollkommen; Idole der Sinne; der Glaube, dass Eltern die Urheber von Nachkommen sind.

 

  1. Grad (moralisch, Übergangsqualitäten): Wertschätzung für die Schöpfung Gottes/des Gemüts, Dankbarkeit für Schönheit und Größe und Ordnung; Anerkennung, dass das göttliche Elterngemüt der einzige Schöpfer ist

 

  1. Grad (Verstehen): Die Schöpfung ist unendlich und ewig und vollständig; die ständige Entfaltung der Schöpfung führt zu Neuheit, Originalität und Kreativität; wir sind der Ausfluss und der Beweis für die perfekte Schöpfung des göttlichen Gemüts; „Das Sterbliche verschwindet und die geistige Vollkommenheit erscheint.“ (Zit. S27, 595: 16)

 

Während der dritte Grad tatsächlich die einzige Wirklichkeit ist, wird unser Blick oft durch die scheinbaren Barrieren des undurchsichtigen (ersten Grades) und des etwas transparenteren (zweiten Grades) blockiert. Das Gebet kann diese falschen Barrieren beseitigen, sodass wir Einblicke in die Wirklichkeit ohne Blockade erhalten. In dem Maße, in dem wir die Schöpfung als die Entfaltung der Ideen des unendlichen Gemüts verstehen, begreifen wir die Wirklichkeit. Der Glaube an einen körperlichen Schöpfer schränkt unsere Erfahrung ein und es ist, als würden wir durch eine verschwommene und verzerrte Linse schauen.

 

Wie Mary Baker Eddy erklärt, ist es unsere Unkenntnis unserer göttlichen Quelle, die uns denken lässt, dass Gott eine Art „körperlicher Schöpfer“ ist (fest in Zeit und Raum); daher erkennen wir uns als bloß physisch an – wie die verschwommene Sicht ersten Grades – und kennen uns selbst nicht als den Ausfluss von Liebe. Mit diesem begrenzten Gedankengang begreifen wir unsere ewige und körperlose (unbegrenzte) Existenz nicht. (Zit. S12, 13:25-30) Wenn wir die Schöpfung durch diese begrenzende Linse betrachten, ist es, als ob wir Augen hätten, aber nicht sehen und Ohren aber nicht hören könnten. (Zit. B6, Psalm 115: 1-9)

 

Heilung geschieht, wenn wir die Wahrheit und Wirklichkeit der Schöpfung in vollem Umfang anerkennen. Aus einer eingeschränkten Perspektive ersten Grades ist die Schöpfung fehlbar und unvollständig. In dem Maße, in dem wir verstehen, dass die gesamte Schöpfung bereits vollständig und vollkommen harmonisch ist, erleben wir ihre Entfaltung mühelos und freudig.

 

Das göttliche Gemüt, keine begrenzte Quelle, ist die Ursache der gesamten Schöpfung … die Entfaltung des Guten. Wie Mary Baker Eddy kurz und bündig feststellt: „Gemüt, nicht Materie, ist Ursächlichkeit.“ (Zitat 7 208: 25 (nur d. Zeile))

 

Unsere Quelle ist die Liebe. Wir sind der Ausguss von Liebe, die Ideen von Gemüt und der Überschwang von Geist. Wir sind weder die Quelle noch die Ursache. Wir sind die Wirkung und Ausstrahlung. Wie Mary Baker Eddy sagt: „Das echte Selbst des Menschen ist nur in dem erkennbar, was gut und wahr ist. Der Mensch ist weder selbsterschaffen noch von Sterblichen erschaffen worden. [Göttlicher Geist] hat den Menschen erschaffen.“ (Zit. S13, 294: 27) In Wahrheit existieren das göttliche Gemüt und die Schöpfung des Gemüts – wir – nebeneinander und sind zusammen-ewig, da es nie einen Moment gegeben hat, in dem das göttliche Gemüt uns nicht gekannt hat.

 

ABSCHNITT 3: Unsere Rolle ist es, Zeuge der göttlichen Schöpfung zu sein

 

Die Schöpfung des Göttlichen Gemüts ist unglaublich! Es wird nie genug Worte geben, um zu beschreiben, wie erstaunlich und erstaunlich die Schöpfung von Gemüt ist. Und es ist unsere Aufgabe, dieses Erstaunliche zu bezeugen und anzuerkennen. Wir müssen die Schöpfung des göttlichen Gemüts bemerken und schätzen und loben, um ihren vollen Wert zu erfahren. Der dritte Abschnitt ist voller Lob für Gemüt als Ursache und Schöpfer.

 

„O [Gemüt], wie sind deine Werke so groß und zahlreich!! Du hast sie alle weise geordnet.“ alle gemacht“… Die Herrlichkeit [des göttlichen Gemüts] wird für immer bestehen: [Gemüt] wird sich an den Werken [des Gemüts] erfreuen. (Zit. B10, Psalm 104: 24, 31)

 

Auch wenn wir manchmal unsere Aufgabe als Zeugen der göttlichen Schöpfung zu vergessen scheinen, können wir uns Schritt für Schritt bemühen, mit Gebeten, wie sie uns der Psalmist gegeben hat, besser zu werden: „Erhöre mein Gebet, o [Gemüt], höre auf mein Beten: Antworte mir in deiner Treue und in deiner Gerechtigkeit. Lass mich morgens deine Güte hören; denn auf dich vertraue ich: lass mich den Weg erkennen, auf dem ich gehen soll; denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Lehre mich, den Willen [des göttlichen Gemüts] zu tun; denn du bist mein [Gemüt]: dein Geist ist gut; führe mich in das Land der Aufrichtigkeit.“ (Zit. B11, Psalm 143: 1, 8, 10)

 

ABSCHNITT 4: Die unendlichen Aufgaben von Wahrheit

 

Der vierte Abschnitt enthält die Geschichte von Christus Jesus, der sowohl die Tochter von Jairus als auch die Frau heilte, die ein Blutproblem hatte und ihr ganzes Geld für Ärzte aufgewendet hatte. Es ist kein Zufall, dass diese beiden Heilungen im Buch Markus miteinander verwoben sind. Die Reihenfolge der Geschichte ist wichtig… Jairus bat Jesus, seine Tochter zu heilen, Jesus war auf dem Weg dazu, als er von einer Frau in einer Menschenmenge angehalten wurde, Jesus heilt sie und heilt dann weiter die Tochter von Jairus.

 

Man beachte, dass die Tochter von Jairus gerade am Anfang der gebärfähigen Jahre stand, in denen sie als sogenannte Schöpferin neuen Lebens als am nützlichsten angesehen werden wurde. Und sie war die Tochter eines wohlhabenden Mannes von Stande, was sie gesellschaftlich noch wertvoller machte. Im Gegensatz dazu war die andere Frau höchstwahrscheinlich über das gebärfähige Alter hinaus, aufgrund ihres Zustands eine Ausgestoßene, und sie hatte kein Geld. Nach den damaligen sozialen Maßstäben trug diese Frau nichts zur Allgemeinheit bei. (Zitat 13, Markus 5: 21-42)

 

Die Erwartung der Zeit war wahrscheinlich, die Frau zu übergehen und sich auf Jairus’ Tochter zu konzentrieren. Aber Jesus war immer für eine Überraschung gut. Er hat Traditionen, die mit der göttlichen Wahrheit unvereinbar sind, konsequent missachtet. „Der göttliche Ursprung von Jesus gab ihm mehr als die menschliche Macht, um die Tatsachen der Schöpfung zu erklären und das eine Gemüt zu demonstrieren, das den Menschen und das Universum macht und regiert.“ (Zit. S18, 539: 270)

 

Und Jesu Rolle bestand darin, uns den Weg der Christus-Heilung zu zeigen, unsere Augen für die Wahrheit der Schöpfung zu öffnen, „die Tatsachen der Schöpfung darzulegen und das eine Gemüt zu demonstrieren, das den Menschen und das Universum erschafft und regiert“. (Zit. S18, 539: 28)

 

In Wahrheit waren beide Frauen es wert, geheilt zu werden, verdienten es, die zarte Berührung der göttlichen Liebe zu spüren. Diese Frauen waren nicht mehr oder weniger wertvoll wegen ihrer Fähigkeit, Kinder zu gebären, Die göttliche Liebe ist die Ursache und der Schöpfer. Diese Frauen waren beide wertvoll als liebevoller Ausdruck der göttlichen Liebe, als klare Ideen des göttlichen Gemüts, als Inspirationen des göttlichen Geistes. Sie waren beide wertvoll und Christus Jesus erkannte ihren Wert.

 

Für mich fasst dieses Zitat diese beiden Geschichten zusammen… „Wenn wir uns der unendlichen Aufgaben der Wahrheit bewusstwerden, halten wir inne – warten auf Gott. Dann drängen wir vorwärts, bis sich der unbegrenzte Gedanken begeistert erhebt und das uneingeschränkte Erfassen beschwingt göttliche Herrlichkeit erreicht.“ Oder, wenn wir Elemente der Geschichte hinzufügen, könnten wir sagen: „Wenn wir uns der unendlichen Aufgaben der Wahrheit bewusstwerden, halten wir [ hielt Christus Jesus inne, – wartete] auf Gott, als die Frau mit der Blutung ihren Wert entdeckte und geheilt wurde. Dann [drängte er] vorwärts, bis das uneingeschränkte Erfassen [dargestellt durch Jairus’ Tochter] beschwingt die göttliche Herrlichkeit erreicht.“ (Zitat S26, 323: 9)

 

Sowohl das Mädchen als auch die Frau waren es wert, geheilt zu werden. Und das gilt für uns alle. Unendliche Liebe hat keine Grenze der Liebe, die man verströmen kann. Jeder von uns kann eine ständige Quelle der Liebe spüren, die uns wiederherstellt, uns tröstet. Christus ist nicht begrenzt. Christus ist das, was uns das Gefühl gibt, von Liebe geliebt zu werden. Und die Christus-Wahrheit ist für uns heute gegenwärtig und kümmert sich um unsere unmittelbaren Bedürfnisse, so wie sie vor Jahrhunderten die Bedürfnisse dieser Frauen befriedigte.

 

ABSCHNITT 5: Die Schöpfung endet nie

 

Der fünfte und letzte Abschnitt der Lektion hebt die göttliche Tatsache der Ewigkeit hervor. So wie es keinen Startpunkt für die Schöpfung gibt, gibt es auch keinen Endpunkt. Wir werden daran erinnert, dass „[Göttliche Wahrheit] für immer und ewig regieren wird“. (Zit. B15, 2.Mose 15:18)

 

Der fünfte Abschnitt enthält auch Abschnitte aus dem Buch der Offenbarung. Die Offenbarung kann manchmal schwer zu verstehen sein, weil sie in einer verschlüsselten Sprache über eine unbeschreibbare Vision vom Triumph des ewigen Guten geschrieben ist. So wie ich sie verstehe, heben die Zitate aus der Offenbarung in diesem Abschnitt die Tatsache hervor, dass die Ewigkeit von Wahrheit jenseits der Zeit existiert – eine Start- und Stopp-Messung – und die Zeit keinen Sinn mehr macht, sobald wir die Wirklichkeit der göttlichen Schöpfung verstehen. „Es sollte keinen Zeitaufschub mehr geben…“ (Zit. B18, Offenbarung 10:6)

 

Mary Baker Eddy definiert Zeit als „Sterbliche Abmessungen; Begrenzungen, in denen alle menschlichen Handlungen, Gedanken, Vorstellungen, Meinungen, alles menschliche Wissen zusammengefasst werden; Materie; Irrtum; das, was vor dem beginnt, was man Tod nennt, und danach fortdauert, bis das Sterbliche verschwindet und die geistige Vollkommenheit erscheint.“ (Zit. S27, 595: 16)

 

Dieser Prozess der Zeit (sterbliche Abmessungen; Begrenzungen) des Verschwindens und des Erscheinens der geistigen Vollkommenheit geschieht, wenn wir uns durch die drei Grade bewegen, wie in Abschnitt 2 dieser Besprechung erwähnt. Im ersten Grad rahmen sterbliche Maße und Grenzen das ein, was als Realität gilt, aber es ist zeitlich und zerfällt und macht keinen Sinn. Wenn wir ein tieferes Verständnis von der Ewigkeit der Schöpfung erlangen – ohne Anfangs- oder Endpunkt in Zeit oder Raum – dann erleben wir (wie der Offenbarer) das Erscheinen der geistigen Vollkommenheit. Der dritte Grad beinhaltet keine Begrenzung der Zeit.

 

So wie ich es verstehe, definiert der Prozess des „Erscheinens der geistigen Vollkommenheit“ das, was beim Heilen geschieht. Mit anderen Worten, Heilung ist „das Erscheinen der geistigen Vollkommenheit“. Und dies ist kein einmaliges Ereignis. Vielmehr erleben wir dies immer und immer wieder als die ständige Entfaltung des unendlichen Guten.

 

So wie ich es jetzt verstehe, können wir das Buch der Offenbarung als die große Erzählung vom Triumph des ewigen Guten lesen, und wir können auch die Lektionen in der Offenbarung als tägliches Ereignis verstehen…. jedes Mal, wenn wir einen Moment der Heilung erleben, erhaschen wir einen Blick auf das, was der Autor der Offenbarung gesehen hat. In jedem Moment, in dem wir erleben, dass „geistige Vollkommenheit erscheint“, lassen wir die Begrenzung von Zeit und Sterblichkeit los und gewinnen ein tieferes Verständnis von Ewigkeit. Diese Momente können sich täglich, stündlich ereignen… nicht nur ein einzelnes Ereignis sein.

 

Göttliche Wahrheit ist selbst-existent. Nichts erschafft göttliche Wahrheit. Sie ist einfach. Göttliches Leben ist selbst-existent. Nichts verursacht göttliches Leben. Es ist einfach.

 

Wenn wir ein tieferes Verständnis der Selbstexistenz des göttlichen Lebens erlangen, hilft es uns, uns von körperlichen – zeitlichen und räumlichen – Begrenzungen zu befreien. Wie Mary Baker Eddy erklärt: „Geist und alle geistigen Dinge sind das Wirkliche und Ewige. Weil Leben Gott ist, muss Leben ewig, aus sich selbst bestehend sein.“ (Zit. S30, 289: 33, 35-1)

 

Ein klares Verständnis der göttlichen Liebe als einzige Ursache und Schöpferin zu erlangen ist entscheidend für unseren Fortschritt als Heiler. Es öffnet uns die Augen, um die ganze und vollständige Herrlichkeit alles Guten zu sehen. Wie Mary Baker Eddy erklärt: „Wenn wir den Weg in der Christlichen Wissenschaft kennenlernen und das geistige Sein des Menschen erkennen, werden wir Gottes Schöpfung [der göttlichen Liebe] erblicken und verstehen – all die Herrlichkeiten der Erde und des Himmels und des Menschen.“ (Danksagungslektion, Zitat S23, 264:25-33)

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